Edler von Querfurths Spuren als Trost

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Roland Edler von Querfurt Archivfoto: opo
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Beisetzung des Aalener Starfotografs und Würdigung seines Schaffens.

Aalen. „Sonnige, leuchtende Tage, nicht weinen, dass sie vergangen, lächeln, weil sie gewesen“, steht auf der Erinnerungskarte vor der Aussegnungshalle des Waldfriedhofs. Im gesegneten Alter von 94 Jahren war der Aalener Fotopionier Roland Edler von Querfurth gestorben. „Trauer und gleichzeitig Dankbarkeit bewegen uns“, sagte Pfarrer Bernhard Richter. Richter erinnerte an die vielen Zeitzeugnisse und Bilder, die Edler von Querfurth den Aalenern hinterlassen habe und er zitierte aus dem elften Matthäus-Kapitel Worte des Trostes: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will Euch erquicken.“ Pfarrer Richter ging detailliert auf das Lebenswerk des Verstorbenen ein, der mit seiner Schaffenskraft und besonderen Art Spuren hinterlassen habe. Aber auch Schicksalsschläge, Kriegswirren und die Vertreibung aus der Heimat seien Teile dieses langen Lebens gewesen.

Als Fotografenmeister habe sich Edler von Querfurth aus kleinen Anfängen zu einer festen Größe und zu hohem Ansehen hochgearbeitet. „Er war der Starfotograf von Aalen“, sagte Bernhard Richter. Viele Erinnerungen aus der „guten, alten Zeit“ habe der Fotografenmeister in der Kocherstadt verewigt. Gebührende Anerkennung habe er dafür im In- und Ausland bekommen. Bereits in den 1950er Jahren habe er Luftaufnahmen von Aalen gemacht, damals eine Sensation. „Wir müssen loslassen und den Verstorbenen an Jesus Christus zurückgeben, der ihm das Leben geschenkt hat“, schloss der Pfarrer. Für die private Familie wie auch für die Stadtgemeinschaft sei Horst Roland Edler von Querfurth ein Geschenk gewesen.Lothar Schell

Viele Jahre war Roland von Querfurth auch der Pressefotograf der Schwäbischen Post, bildete bedeutende Menschen ab; etwa Willi Brandt auf dessen Wahlkampfreise auf die Ostalb oder Bundespräsident Heinrich Lübke, der auf dem Oberkolbenhof seinen Urlaubverbrachte.

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