Ein besonderer Schornstein für Palm

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Ein Raupenkran mit einer Traglast von 500 Tonnen und einem 100 Meter langen Ausleger hat den neuen Schornstein der Papierfabrik Palm vor Ort in Neukochen zusammengesetzt.

Wie es auf der Baustelle der Papierfabrik in Neukochen vorangeht, warum der neue Schornstein eine Weltneuheit ist und was mit dem alten Schornstein geschieht.

Aalen-Neukochen

In den letzten Wochen wurde der Schornstein der neuen Papierfabrik von Palm in Neukochen errichtet. Ein Raupenkran mit einer Traglast von 500 Tonnen und einem 100 Meter langen Ausleger hat den Schornstein vor Ort zusammengesetzt. Das schreibt die Firma Palm in einer Pressemitteilung. Mit der Firma Siegle aus Schwäbisch Gmünd, die den Schornstein geliefert hat, erhielt ein weiterer lokaler Lieferant einen Großauftrag für den Bau der neuen Papierfabrik.

Die einzelnen Teile mit einer Höhe von jeweils 4,50 Metern und einem Durchmesser von 6,20 Metern wurden mit Schwertransporten nachts auf die Baustelle von Palm gefahren. Tagsüber wurden die jeweils etwa zwölf Tonnen schweren Teile mit dem großen Kran auf das Kraftwerk gehoben.

Der neue Kamin ist wie der bisherige insgesamt 65 Meter hoch. Er ragt um 30 Meter über das Kraftwerksgebäude hinaus. Beim Trocknen der Papierbahn in der Papiermaschine entsteht Wasserdampf, der nach der Nutzung des Wärmeinhaltes über das Dach der Papiermaschinenhalle abgeleitet wird. Bei verschiedenen Wetterlagen ist dieser Wasserdampf bisher gut sichtbar.

Um die neue Papierfabrik für die Nachbarn so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, hat Palm nach eigenen Angaben einen innovativen Schornstein entwickelt. Die Weltneuheit basiere darauf, dass der Dampf zusammen mit der Abluft des Kraftwerkes in einen gemeinsamen Kamin abgeleitet werde.

Aufgrund der Wärmeangleichung der verschiedenen Ströme wird der Wasserdampf aus der Papiertrocknung am Austritt des Schornsteins nicht mehr sichtbar sein. Da der Schornstein alle Abluftströme aufnehmen muss, besteht er aus vier Röhren und hat einen Außendurchmesser von 6,20 Metern. Palm ist damit Vorreiter für eine umweltfreundliche Technik in der Papiererzeugung. Der alte Schornstein, der noch aus Ziegeln besteht, wird im Sommer nächsten Jahres abgerissen.

Zur bestmöglichen Verwertung der Materialien wird er nicht publikumswirksam gesprengt, sondern Stück um Stück abgebrochen, teilt das Unternehmen mit.

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