„Ein Feiertag für die Umwelt“: Spatenstich für Unterführung

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Verschiedene Akteure der Stadt Aalen, der Firmen Awus und Bortolazzi sowie des Ingenieurbüros Grimm feierten beim Spatenstich einen neuen Schritt in Richtung emissionsärmere Mobilität.
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Die neue Unterführung an der Kettelerstraße soll den Weg zu Fuß oder mit dem Rad attraktiver machen und damit auch Emissionen verringern.

Aalen

Nach langen Diskussionen und Planungen ist es nun soweit: Der Spatenstich für die Unterführung an der Kettelerstraße ist vollbracht. „Das ist kein gewöhnlicher Spatenstich“, sagt Bürgermeister Wolfgang Steidle. Das zeige schon die Höhe der Kosten für den Auftrag und die langwierige Planung. Lange Zeit sei gedacht worden, ein weiterer Ausbau in die Oststadt sei nicht möglich. „Aber das wurde kreativ entkräftet“.

Die Unterführung solle Bürgerinnen und Bürgern den Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad attraktiver machen. „Der Verkehr fließt besser“, erläutert Steidle, „und die Bewohner der Ziegelstraße müssen nicht den täglichen Stau ertragen“. Die Stadt wolle den Verkehr emissionsarmer gestalten. Deshalb sei es ein „Feiertag für den Umweltschutz“.

Zudem dankt der Bürgermeister den „klugen Ingenieuren“, durch die die Bauarbeiten über 400 000 Euro günstiger wurden als ursprünglich erwartet. Möglich geworden sei das durch die Firmen Awus und Bortolazzi, die gemeinsam vorschlugen, ein Einschubverfahren umzusetzen. Für die Kooperation bedankt sich auch Geschäftsführer Walter Bortolazzi der gleichnamigen Straßenbaufirma. Und Wilfried Wild, Geschäftsführer von Awus, betont, dass letztendlich die Arbeit im Team maßgeblich für den Erfolg eines Projekts sei.

Eine barrierefreie Unterführung

Claus-Peter Grimm von der Ellwanger Firma Grimm Ingenieure erläutert einen weiteren Vorteil der Baumaßnahme: „Das Ganze wird barrierefrei.“ Da auch neue Leitungen und Kanäle verlegt werden, beinhalte das Projekt auch Teile des Gewässerschutzes. „Es wird gewisse Einschränkungen geben“, lenkt Grimm ein, „aber wir werden alles dafür tun, dass diese so kurz und gering wie möglich sein werden“.


Kosten: Auf Rund 2,41 Millionen Euro belief sich das günstigste Gebot der Ausschreibung. Dieses machten die Firmen Awus aus Aalen und Bortolazzi aus Bopfingen. Das Gebot ist circa 420 000 Euro günstiger als in der Kostenberechnung vorgesehen. 50 Prozent der Kosten werden vom Land übernommen.

Dauer: Die derzeitige Planung sieht vor, dass das Bauprojekt bis Ende des kommenden Jahres fertiggestellt wird. Durch das Einschubverfahren soll neben Kosten auch Zeit eingespart werden.

Verkehrssperrungen: Auch wenn die Baumaßnahmen vermutlich bis Ende des kommenden Jahres andauern, müssen Autofahrer lediglich mit bis zu zwei Wochen Sperrung während des Einschubs rechnen.


Ausblick: Bürgermeister Wolfgang Steidle blickt im Zusammenhang mit den Bauarbeiten in der Kettelerstraße schon in die Zukunft: Bis 2025 sollen weitere Mittel für die Sanierung der nahe gelegenen Ziegelstraße zur Verfügung gestellt werden. „Wir wollen auch die Einfahrt in die Galgenbergstraße sicherer machen“, sagt er. Diese Maßnahmen sollen voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen sein.

Das ist nicht nur ein Verkehrsprojekt, sondern auch ein Mobilitätsprojekt.“

Wolfgang Steidle, Erster Bürgermeister von Aalen

Radfahren in Aalen: Was hat sich bisher getan?

Stadt und Gemeinderat haben in den vergangenen Jahren unterschiedliche Projekte für Radfahrer auf den Weg gebracht. Neben der neuen Unterführung wurde etwa das Radwegenetz digitalisiert.
Analog wurde ein neues Beschilderungskonzept umgesetzt. Radfahrer haben nun zudem die Möglichkeit, ein gebührenfreies Fahrradparkhaus oder andere diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten in der Stadt zu nutzen. Des weiteren wurden Unfallschwerpunkte entschärft, um das Fahrradfahren in Aalen sicherer zu machen.

An der rot gekennzeichneten Stelle soll die neue Unterführung verlaufen und die Mobilität aller Beteiligten optimieren. Archivfoto: opo/ca

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