Ein geschätzter Geistlicher sagt Servus

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Pater Shiju Mathew wurde im Pfarrgarten von Sankt Salvator verabschiedet. Am kommenden Sonntag, 25. Juli, findet seine Investitur in Leinzell statt.
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Beim Festgottesdienst wurde Pater Shiju Mathew verabschiedet..

Aalen. Der aus Indien stammende Pater Shiju Mathew verlässt nach sieben Jahren die Seelsorgeeinheit und wechselt innerhalb des Dekanats Ostalb zur Seelsorgeeinheit Leintal, wo er die Aufgabe des Administrators übernimmt und für die Kirchengemeinden St. Georg in Leinzell-Göggingen, Mariä Opferung in Horn, St. Sebastian in Schechingen und St. Vitus in Heuchlingen zuständig sein wird. Am kommenden Sonntag, 25. Juli findet seine Investitur in Leinzell statt.

Wie sehr geschätzt Mathew als Netzwerker, verständiger Mensch und Prediger war, brachte Oberministrantin Maximiliane Dangelmaier einfühlsam-spritzig zum Ausdruck. Man spürte es, die gesamte Seelsorgeeinheit lässt ihn nur ungern ziehen, ja sogar eine Unterschriftenaktion hatte es für seinen Verbleib gegeben.

Das Passah-Mahl feiern zum Abschied, wie es der Heiland mit seinen Jüngern in trauter Gemeinschaft vor seiner Kreuzigung vorgelebt habe, dies gelte es heute in einer großen Gemeinschaft zu tun, meinte Pfarrer Wolfgang Sedlmeier.

Der katholische Kirchenchor lud musikalisch zum „Fest des Glaubens“ ein. Die Geschichte aus dem Markus-Evangelium von den Schafen, die keinen Hirten haben, nahm der scheidende Geistliche zum Anlass seiner Abschiedspredigt. Evangelist Markus lege damit den Finger in jene Wunde, an dem heute Christenleben kranke: Sich Zeit nehmen für den Glauben, zur Ruhe kommen im geschäftigen Alltag, zur Ruhe finden. „Auch wir sind mitunter Schafe ohne Hirte“, sagte Mathew und er fügte hinzu: „Christen sind keine Hochleistungssportler.“ Er habe die unzähligen Begegnungen mit den Menschen genossen.

Dank und Grußworte

Normalerweise ist Shiju Mathew für seine kurzen, aber inhaltsreichen Predigten bekannt. „Haben Sie Verständnis, dass es heute etwas länger dauert“, sagte er und seine Abschiedsworte wurden immer wieder mit Beifall beantwortet. Sein Dank galt den pastoralen Kollegen für das offene und vertrauensvolle Miteinander, dem Kirchengemeinderat, den rührigen Ehrenamtlichen und allen Gruppierungen. Nicht unerwähnt ließ er die Kolpingsfamilie und den Kirchenchor, die er als Präses begleiten durfte. „Immer mittendrin“ von den Kindergärten bis zu den Senioren. Auch den Schwestern dankte er, die „schuld“ daran seien, dass „die schwäbische Küche bei mir Note Eins mit Stern genießt.“

Hohe Wertschätzung artikulierte Pfarrer Wolfgang Sedlmeier für das gesamte Pastoral-Team für den Mitbruder.

Grußworte sprachen Waltraud Ensle, Roland Steinert und Helmut Erhardt, die allesamt das fruchtbare Wirken Mathew´s für. Seelen- und Menschenheil zum Ausdruck brachten. Nach der Investitur in Leinzell wird Shiju Mathew eine vierwöchige Auszeit nehmen und die Familie in Indien besuchen. Lothar Schell

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