Ein Perpetuum mobile für den Garten

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Die Komposterde kann zum Beispiel fürs Staudenbeet verwendet werden.
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Der Gartenexperte Volker Kugel, bekannt aus dem SWR-Fernsehen, erklärt für die "Aktion Bienenfreund", wie Sie einen Kompost anlegen. Das müssen Sie beachten.

Aalen. Er stinkt nicht. Er riecht nicht. Kurzum: Er ist perfekt. Das zumindest findet Volker Kugel, Direktor des blühenden Barocks in Ludwigsburg. Worum's geht? Um den Kompost im Garten. Warum wir Ihnen das Thema vorstellen? Weil wir bei der "Aktion Bienenfreund" nicht nur ein Buffet für Insekten schaffen, sondern auch Gartentipps geben wollen.

Was Sie beachten müssen, erklärt der Gartenexperte, der aus dem SWR Fernsehen bekannt ist, hier:

  1. 1 Das Anlegen: 1,20 auf 1,20 Meter groß sollte der Kompost sein. Wer sich das Gerüst nicht selbst bauen will, könne auf recycelte Fertigbauteile aus dem Baumarkt zurückgreifen. Stehen sollte die Konstruktion laut Kugel im Halbschatten. Von einem asphaltierten Untergrund rät der Experte ab. Denn die Feuchtigkeit müsse von unten nach oben ziehen können. Zum Start könnten Kompostwürmer gekauft werden.
  2. 2 Das kommt drauf: Unkraut müsse in den Restmüll, sagt Kugel. "Sonst hat man ein Saatbeet für Unkrautsamen." Wichtig sei, den Kompost schichtenweise zu füttern, also Rasenschnitt, Küchenabfälle und klein geschnittene Äste und Stauden abwechseln. "Die Kompostwürmer und Mikroorganismen brauchen die Chance, alles zu verarbeiten", betont er. Wer Mikroorganismen eine Freude machen will, könne etwas Gartenkalk dazu geben. Kommt viel Rasenschnitt darauf, sollten im Sommer alle paar Wochen 50 bis 60 Gramm Hornspäne auf den Kompost wandern. "Das ist ein Turbo für die Organismen." Und was ist mit Essensabfällen? Gekochtes, Zitronen, Orangen – alles könne dort landen. „Man darf aber nichts, was mit Fleisch zu tun hatte, auf den Kompost werfen, auch kein Gemüse, das in Fleischbrühe gekocht wurde“, betont Kugel. Das ziehe Nagetiere an.
  3. 3 So wird er gepflegt: Ein guter Kompost sei wie ein Perpetuum mobile, sagt der Gartenexperte. Das Gute komme raus, das Neue rein. Wer etwa im Frühjahr einen Kompost anlegt, könne im kommenden Spätfrühjahr den Kompost erstmals entnehmen. Nach dieser Phase könnte jedes halbe Jahr Erde entnommen werden. „Dann läuft der Bioreaktor.“ Ein- bis zweimal im Jahr müsse der Kompost zudem umgesetzt werden. „Das frische Material muss mit älterem Material in Kontakt kommen“, erklärt Kugel, für den der Kompost das Gold des Gärtners ist.
  4. 4 Wohin mit der Erde? "Kompost ist keine Blumenerde, da er relativ salzhaltig ist", sagt Kugel. Für junge Pflanzen mit frischen Wurzeln sei dies nicht gut. Wer Kompost zum Blumenbeet geben will, soll dies laut dem Direktor des Blühenden Barocks nur in der Mischung mit Blumenerde machen. „Für Bodenverbesserung ist der Kompost optimal. Er fördert die Bodengesundheit im Stauden- oder Gemüsebeet und man braucht weniger Dünger.“ maro

Weitere Gartentipps sind zu finden auf Volker Kugels Youtube-Kanal unter „Grünzeug.tv“

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