Ein wehmütiger Abschied

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Pfarrerin Dr. Sigrid Brandt wurde von Dekan Ralf Drescher (r.), Schuldekan Harry Jungbauer (hinten l.) und Heinz Schmidt, Vorsitzender der Synode des Kirchenbezirks sowie Ursula Ambacher, zweite Kirchengemeinderatsvorsitzende, und KGR-Mitglied Pfitzner verabschiedet.

Wie die Gemeinde ihre beliebte Pfarrerin Dr. Sigrid Brandt in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet.

Aalen-Unterrombach

Ihren letzten Gottesdienst in der Christuskirche hat Pfarrerin Dr. Sigrid Brandt am Sonntag souverän geleitet. Aus gesundheitlichen Gründen wurde sie am Erntedankfest von Dekan Ralf Drescher vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet. In allen Reden kam die Beliebtheit der gebürtigen Stuttgarterin zum Ausdruck und wurden ihre beruflichen Fähigkeiten gewürdigt.

Nach dem mächtigen "Majesty-Vorspiel" durch den Posaunenchor unter Leitung von Heidrun Meiswinkel freute sich die Pfarrerin, dass dieser Gottesdienst trotz Corona-Pandemie stattfinden könne. Sie meinte, "dass die vergangenen 16 Jahre in Unterrombach gut für mich gelaufen sind". Als Predigt hatte sie Markus 8, 1-9 ausgewählt, die Speisung von 4000 Menschen mit sieben Broten und ein paar Fischen. Jesus sieht nicht auf den Mangel und jammert, sondern vielmehr auf das, was da ist und damit fängt er etwas an. Für Sigrid Brandt ein Zeichen, dass man in den heutigen Zeiten auch mit manchen Einbußen leben kann.

Die Entpflichtung (vom Amt) nahm Dekan Ralf Drescher vor: "Wir danken Gott für Ihren Dienst, für den Einsatz ihrer Gaben und Kräfte für Ihre Treue und Liebe und für ihr langjähriges Wirken in dieser Gemeinde." Sigrid Brandt trete zwar jetzt in den Ruhestand ein, auf Grund ihrer Ordination bleibe sie aber berufen zu predigen, zu taufen und das heilige Abendmahl zu leiten.

Die 16 Jahre in Unterrombach sind gut für mich gelaufen.

Dr. Sigrid Brandt scheidende Pfarrerin

Als "gute Seele der Gemeinde" stellte Ursula Ambacher, die 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderates, die Vorzüge von Sigrid Brandt heraus. Sie zählte viele Bereiche auf, in denen Pfarrerin Brandt mit ihrem großen Wissen tätig war, wünschte ihr alles Gute für die Zukunft in der Gemeinde und überreichte ihr bei starkem Beifall ein Geschenk.

Nach dem Gottesdienst wanderte die Gemeinde hinüber zum Bonhoeffer-Haus, wo auf dem Vorplatz schon viele Gäste auf den vom Pfarrer-Kollegen Jürgen Astfalk inszenierten Stehempfang warteten. Dieser hatte durchaus lustige Züge, als nach Darbietungen der Konfis, der Kinderkirche und Reden der Offiziellen die so geehrte, scheidende Pfarrerin mit selbst gereimten, witzigen Versen antwortete und auch noch Geschenke verteilte.

Schuldekan Dr. Harry Jungbauer bedauerte es sehr, dass man Sigrid Brandt als Gemeindepfarrerin in Unterrombach-Hofherrnweiler verliere. Heinz Schmidt als Vorsitzender der Kirchenbezirkssynode dankte ihr als langjährige Vorsitzende der evangelischen Erwachsenenbildung im Ostalbkreis.

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