Eine kleine Sensation in Ostwürttemberg

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Aalen. Nach langer Zwangspause kann jetzt der Geschichtsverein Aalen seine Arbeit wieder aufnehmen. Auf dem Programm stehen zunächst zwei Exkursionen: nach Augsburg mit Konrad Theiss und zum Egau-Wasserwerk der Landeswasserversorgung bei Dischingen mit Gerhard Kayser.

Der Vorsitzende des Geschichtsvereins, Dekan i. R. Erich Haller, überraschte darüber hinaus mit einer interessanten Mitteilung: Stadtarchivar Dr. Wendt hat jüngst die ersten Findbücher des Stadtarchivs Aalen seit knapp 70 Jahren veröffentlicht. Findbücher nennt man die Inhaltsverzeichnisse von Archiven. Ab sofort kann auf www.aalen.de/findbuch nachgelesen werden, welche Akten es zur Gründung des Geschichtsvereins gibt (Signatur StA A 2210), und beispielsweise, warum das Wasseralfinger Freibad ursprünglich am Standort der heutigen Talschule gebaut werden sollte (StA Aalen WAS A 451) und wieso Dewangen einen Abt in Brasilien zum Ehrenbürger ernannt hat (StA Aalen DEW A 20). Denn: Zu den einzelnen Stadtbezirken hat Dr. Wendt ebenfalls eigene Findbücher verfasst.

Insgesamt ermöglichen die digitalen Bücher den Zugang zu knapp 13 000 Urkunden, Akten, Bänden und Rechnungen. Alle zusammen füllen 702 Meter Regalböden.

Erich Haller hat sich versichern lassen, dass dieser Verzeichnungsstand einmalig in Ostwürttemberg sei. Im Namen des Geschichtsvereins dankt er dem Stadtarchivar herzlich. Und die Vereinsmitglieder ermuntert der Vorsitzende nachdrücklich, selbst durch die Bestände des Stadtarchivs zu schmökern. „Es wäre ganz im Sinne unseres Vereinszwecks, die Geschichte der Gesamtstadt zu erforschen und die Ergebnisse zu verbreiten“, so Erich Haller.

Einfacher Zugang: Die Bücher stehen kostenfrei online zur Verfügung und können dort auch heruntergeladen und ausgedruckt werden – für Freunde und Interessierte, die kein Internet haben: www.aalen.de/findbuch

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