Eine Schranke verhindert die Auffahrt zum Braunenberg

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Die Auffahrt zum Braunenberg wird nun abgesperrt.
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Warum die Zufahrt nun für den Autoverkehr gesperrt wird und für wen es aber trotzdem noch Ausnahmen gibt.

Aalen

Die Zufahrt auf den Braunenberg wird künftig durch eine Schranke gesperrt sein. Denn auf der Straße zum beliebten Ausflugsziel habe es immer mehr Konflikte zwischen Radfahrern beziehungsweise Fußgängern und Autofahrern gegeben, sagt Nicola Wiedenmann, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei Forst BW. Nach Verhandlungen mit den verschiedenen Anliegern des Braunenbergs sei man zum Entschluss gekommen: eine Schranke muss her. Dabei soll es Ausnahmen geben.

Attraktivität schaffe Verkehr, teilt Forst BW mit. Zu viel Verkehr allerdings, um auf der ungefähr drei Meter breiten Auffahrt zum Braunenberg alles sicher zu halten. Auch die Polizei habe die Auffahrt als „Gefahrenstelle“ bestätigt. Teilweise sei es zu regem Verkehr gekommen. Man sei kein Freund von Sperrungen. „Aber wir hatten teilweise Stau auf dem Braunenberg.“, so Nicola Wiedenmann.

Der Berg sei in erster Linie Naherholungsort, ein Wanderparkplatz liegt am Fuße der Auffahrt. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer hätten Vorrang. Dabei wolle man diese vor übertriebenem Verkehrsaufkommen bewahren. Den Braunenberg würden Besucher auch ohne fahrbaren Untersatz innerhalb von elf Minuten erreichen.

Zu den Fußgängern gehört auch Familie Natterer. Das Paar besucht den Braunenberg regelmäßig: „Solange wir noch vorbei kommen, ist es uns recht“, sagen die beiden. „Wir würden es angenehm finden, wenn nicht mehr so viele Autofahrer hier unterwegs wären.“ Denn Begegnungen mit diesen hätten sie oft genug gehabt. „Sie fahren sehr schnell.“

Wer schlecht zu Fuß ist, bekommt eine Genehmigung

Nicht nur das Verkehrsaufkommen sei Grund für die Sperrung gewesen. Der Braunenberg erfreue sich vor allem seit der Pandemie großer Beliebtheit, teilt Forst BW mit. Drei Kubikmeter Müll habe man wöchentlich entfernen müssen. Ebenso sei das Ausflugsziel bei Wohnmobilfans, teils auch aus anderen Nationen, immer beliebter geworden. Auch in Sachen Waldbrandgefahr gebe es Handlungsbedarf. Es gebe dort Bereiche, die „hochsensibel“ seien. Gleichzeitig gebe es Besucher, die nicht nur per Auto, sondern auch mit Feuerholz im Gepäck anreisen.

Trotz der Schranke erteile man Sondergenehmigungen, die die Zufahrt zum Braunenberg erlauben. Zum Beispiel für Anlieger oder den SWR, die zum dortigen Fernsehturm gelangen müssen. Ebenso gebe es Genehmigungen für Besucher des Naturfreundehauses. Wer schlecht zu Fuß sei und das mit einem entsprechenden Schwerbehindertenausweis nachweisen kann, könne sich beim Naturfreundehaus anmelden. Dann sei auch die Zufahrt per Fahrzeug möglich. Zunächst wolle man sehen, „wie die Wirkung ist“.

Wir hatten teilweise Stau auf dem Braunenberg.“

Nicola Wiedenmann, Forst BW

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