Eine-Welt-Kids: Freiwilligendienste im Sudan

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Mit georgischen Gastgeschenken wurde der langjährige Beirat Georg Schiefer aus seinem Amt der Genossenschaft act for transformation von Vorstand Jürgen Menzel verabschiedet.

Die Genossenschaft "act for transformation" startet Friedensprojekte.

Aalen. Die Genossenschaft "act for transformation" wird zukünftig Friedensprojekte und Freiwilligendienste im Sudan umsetzen. Sie beteiligt sich an einem Pilotprojekt zum Zivilen Friedensdienst im Inland, welches mit der Kurve Wusrtow und Partnern im Sudan in diesem Jahr beginnt. Die gestiegene Mitgliederzahl erfordert erstmals die Wahl eines Aufsichtsrats und für das Um-Welthaus sollen neue Schwerpunkte durch einen Global Peace Raum und eine neue Kindergruppe gesetzt werden.

In einer MitarbeiterInnen- und Mitglieder-Klausur wurde intensiv über neue Entwicklungen nachgedacht und in der Generalversammlung die neuen Weichen für die Zukunft gestellt. Auf zwölf Freiwillige und 10 Mitarbeiter ist die Genossenschaft in diesem Herbst gewachsen, davon arbeiten drei in Georgien. Und zukünftig wird durch ein Pilotprojekt des zivilen Friedensdienstes erstmals eine sudanesische Friedensfachkraft bei act for transformation mitarbeiten und Bildungs- und Lobbyarbeit für zivilgesellschaftliches Engagement im Sudan und in Deutschland leisten.

Das Pilotprojekt wird durch das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) im Rahmen des zivilen Friedensdienstes gefördert und bietet erstmals Friedensfachkräften aus Ländern, in denen der zivile Friedensdienst tätig ist, die Möglichkeit Anliegen der Menschen aus diesen Regionen in Deutschland bekannt zu machen und Netzwerke zu fördern. Mai Shutta wird diese Tätigkeit von ihrem Büro in Berlin aus leisten. Das Projekt wird in Kooperation mit der Kurve Wustrow durchgeführt. Zusammen mit der Frauenrechtsorganisation Bana in Khartoum soll der demokratische Prozess im Sudan gelingen und die Rechte der Frauen gestärkt werden. Eine weltwärts-Freiwillige aus dem Sudan wird für ein Jahr bei act for transformation mitarbeiten.

„Wir planen auch den Start des Freiwilligenprogramms im Sudan“, so Jürgen Menzel, Projektleiter der Freiwilligendienste. Dazu werde ein aufwendiges Genehmigungsverfahren durchlaufen, in dem sichergestellt wird, dass die Freiwilligen dort nicht nur bei guten Projektpartnern mitarbeiten können, sondern auch die Sicherheit der Freiwilligen gewährleistet ist. Nachdem Deutschland eine neue Kooperation zur Zusammenarbeit mit der Übergangsregierung geschlossen hat, sind die formalen Bedingungen erfüllt und act for transformation verfügt über langjährige Kontakte zu engagierten Projektpartnern, die sich für Frieden und Menschenrechte in dem Land einsetzen.

Bei der Generalversammlung der Genossenschaft wurde erstmals ein Aufsichtsrat gewählt. Gewählt wurden Miriam Krämer, Andreas Wenzel und Alena Kemm, die den Vorstand bei seiner Arbeit unterstützen werden und die Aufsicht über die Erstellung der Bilanzen mit tragen.

Im Herbst startet eine „Eine-Welt-Kids“ Gruppe jeden Freitagnachmittag im Um-Welthaus und in Kooperation mit dem Quartiersmanagement werden im Q85 und Friddy Nachhilfeangebote für Kinder von den weltwärts-Freiwilligen von act for transformation mit betreut.

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