Einfach Kind sein dürfen

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Kindererholung auf dem Angerhof in Tirol.

Platz zum Spielen, Raum für Kreativität, Nähe zur Natur: Die Caritas veranstaltet in kleineren Gruppen wieder die Kindererholung in Tirol.

Aalen

Die Plätze bei der Caritas-Kindererholung sind schon lange besetzt. Denn: Die drei Wochen auf dem Angerhof in der Wildschönau/Tirol haben sich längst einen Namen gemacht. Und das auch in Zeiten der Pandemie. „Letztes Jahr waren wir der einzige Träger in der Umgebung, der eine solche Freizeit in dieser Größe angeboten hat“, sagt Pirmin Heusel, jahrzehntelanger Wegbegleiter der Kindererholung. Gemeinsam mit seinem Bruder Florian ist er schon von Beginn an im Organisationsteam.

In diesem Jahr sind alle Teilnehmenden und das Team der Freizeit fast schon „alte Hasen“, was die Einhaltung von Corona-Regeln betrifft. 90 Kinder im Alter zwischen sieben und 13 Jahren werden eingeteilt in Sechser-Gruppen. „Die kleinen Gruppen haben sich bereits im letzten Jahr bewährt“, berichtet Pirmin Heusel. Dafür stellt die Caritas 20 Betreuerinnen und Betreuer.

Mundschutz bei der Busfahrt, Abstand halten und Hände desinfizieren, Testpflicht vor der Abreise; all das nehmen die Kinder für selbstverständlich. „Die Kinder haben sich immer vorbildlich verhalten“, weiß Pirmin Heusel. Oft seien sie auch viel pragmatischer als Erwachsene und machten einfach alles, was gefordert ist. Zum Beispiel die Tests. „Kinder über 13 müssen auf dem Angerhof alle 48 Stunden einen Test machen“, sagt Heusel, „und die werden einfach beim Frühstück durchgeführt“.

Dass die Kindererholung auch in diesem Jahr starten kann, das ist für die Kids, die daran teilnehmen, wichtig. Denn Kinder, die in kleinen Wohnungen aufwachsen, die wenig Platz zum Spielen oder keinen Garten haben, die freuen sich auf die Weite und die Naturnähe auf dem Angerhof, das tolle Freibad in der Nähe und natürlich die Aktivitäten, die im Laufe der drei Wochen geplant sind.

Für Kinder aus einkommensschwachen Familien sind diese drei Wochen ihr Urlaub, sie dürfen Kinder sein, spielen, toben, sich kreativ betätigen. „Durch Corona ist zuhause halt auch alles noch mehr eingeschränkt gewesen“, gibt Pirmin Heusel zu bedenken. Deshalb freuen sich alle noch mehr als sonst, dass bald der Startschuss gen Österreich fällt.

Am 31. Juli geht es los. In zwei Bussen starten die Jungs und Mädchen mit ihren Betreuerinnen und Betreuern. Drei schöne Wochen stehen bevor, in denen die Kids, bei denen zuhause nicht alles immer glatt läuft, einfach mal Kinder sein dürfen.

Die kleinen Gruppen haben sich bewährt.“

Pirmin Heusel, Organisator
Pirmin Heusel

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