Einkaufen am Sonntag: neue Satzung

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Warum die Stadt nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle fünf Jahre über verkaufsoffene Sonntage entscheiden will.

Aalen. Über verkaufsoffene Sonntage in Aalen und Wasseralfingen soll nicht mehr wie bisher jährlich, sondern nur noch alle fünf Jahre entschieden werden. Das hat der Gemeinderat, bei vier Gegenstimmen (aus den Reihen von Grünen und Die Linke) entschieden. Hintergrund: Die Stadtverwaltung will das Verfahren vereinfachen, bei dem regelmäßig die Kirchen der betroffenen Stadtbezirke im Sinne des Gesetzes über die Ladenöffnung angehört wurden.

Vorbehalte der Linken

Insgesamt geht es um die vier traditionellen verkaufsoffenen Sonntage: in Aalen zum Aalener Frühlingsfest, zu den Reichsstädter Tagen im September und zum Jazzfest im November sowie in Wasseralfingen zu den Wasseralfinger Tagen Ende Juni.

Roland Hamm (Die Linke) warf ein, dass verkaufsoffene Sonntage nicht nur von Kirchen, sondern auch von Gewerkschaften mit "großen Vorbehalten" registriert werden. Und er merkte an, dass beim Jazzfest, anders als bei den Reichsstädter Tagen ein verkaufsoffener Sonntag in der Innenstadt nicht zu begründen sei. Denn das Jazzfest mit seinen Veranstaltungen außerhalb der City locke anders wie die Reichsstädter Tage, keine Besucher in die Innenstadt.

Thomas Wagenblast (CDU) hält dagegen einen verkaufsoffenen Sonntag zum Aalener Jazzfest für eine "gute Sache". Er erinnerte an den "Jazz in Town" vor vielen Jahren. Allerdings habe sich diese Veranstaltung wirtschaftlich nicht rentiert.

Lieber lange Einkaufsnacht?

Claus Albrecht (FW) bewertet die geänderte Satzung als "sehr gut". Er verwies darauf, dass verkaufsoffene Sonntage coronabedingt momentan nicht möglich seien. Lange Einkaufsnächte indes schon. Zumal dafür auch keine Sondergenehmigung nötig sei, weil ein Verkauf im Rahmen des Ladenschlussgesetzes bis 24 Uhr erlaubt sei. "Da gilt es die Frage zu erörtern, ob und was da in diesem Jahr Sinn macht."

Roland Hamm (Die Linke) wiederum zweifelt am Erfolg von langen Einkaufsnächten. Laut Einzelhändlern, so Hamm, führten lange Einkaufsnächte nur zu einer Verschiebung des Tagesumsatzes, nicht aber zu einem Mehrumsatz. "Welchen Sinn macht dann also eine lange Einkaufsnacht, wenn man den Umsatz auch zur normalen Ladenöffnungs- bzw. Arbeitszeit machen könnte", fragte er.

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