Einwohnerantrag Luftfilter: Stadt punktet mit Kompromiss

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Luftfilter an Schulen - der Kompromiss. Grafik: rico
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Welche zusätzlichen Klassenzimmer nun mit den mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestattet werden sollen.

Aalen. In der Diskussion um den Einwohnerantrag "Schüler-Schutzpaket für Aalen" ist der Aalener Stadtverwaltung ein Kompromiss gelungen, den die Aalener Gemeinderäte am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit - bei nur einer Gegenstimme - befürwortet haben. Demnach sollen in den Klassenstufen 1 bis 6 der städtischen Schulen nun alle "nicht optimal belüftbaren" Klassen-, Fach- und Betreuungsräume mit mobilen Raumluftfiltern ausgestattet werden. Die städtische Gebäudewirtschaft hatte im Herbst 2020 die Räume überprüft. Das Ergebnis: In 234 der insgesamt 419 Räume der Klassenstufen 1 bis 6 an Aalener Schulen ist die Lüftungssituation mangelhaft. Jetzt will man zu den bereits vorhandenen 37 mobilen Raumluftfiltergeräten weitere 197 bestellen. OB Frederick Brütting bezifferte die Anschaffungskosten auf insgesamt 689.500 Euro, abzüglich der möglichen Förderung von 50 Prozent blieben 344.750 Euro an der Stadt hängen. Plus weitere etwa 35.500 Euro für Transport, Montage und Inbetriebnahme der mobilen Geräte.

Zur Erinnerung: Der Einwohnerantrag hatte gefordert, alle Klassenzimmer der 21 städtischen Schulen schnellstmöglich und noch vor dem Winter mit mobilen Luftreinigungsgeräten und Tischtrennwänden auszustatten.

Zusätzlich setzt die Stadt weiterhin auf fest installierbare Raumlufttechnische Anlagen (RLT) in allen nicht optimal belüftbaren Klassenzimmern und Betreuungsräumen in den Grundschulen (das sind 145 der insgesamt 293 Grundschulklassenzimmer und Betreuungsräume). „Für die Umsetzung“, so Haas, brauchen wir eineinhalb Jahre. Anschaffungspreis: 3,48 Millionen Euro, nach Abzug der möglichen Förderung bleibt ein Eigenanteil von knapp 700 000 Euro bei der Stadt. RLT-Anlagen wolle man künftig auch bei allen Sanierungen und Neubauten von Schulen und Kitas installieren. Diese RLT-Anlagen wolle man ab dem Jahr 2022 künftig auch bei allen Sanierungen und Neubauten von Schulen und Kitas installieren.

(Über die Diskussion der Aalener Gemeinderäte berichten wir online im Laufe des Freitags und am Samstag in der Druckausgabe der SchwäPo.)

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