Energie: Notfallplan der Stadt Aalen?

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Die enormen Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln stürzen die Gastronomie in eine neue Krise. Angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten bleiben auch immer mehr Gäste weg und damit viele Stühle unbesetzt, wie hier an der Stadtkirche.
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Was Aalener Bürgerinnen und Bürger bewegt. Mitglieder des Ratsausschusses haken nach.

Aalen. Fragen zur Energie-Versorgungssicherheit der Stadt, zur Situation der Wirte und zu überfüllten Kleidercontainern richteten Mitglieder des Gemeinderatsausschusses Kultur, Bildung und Finanzen (KBFA) in der jüngsten Sitzung an OB Frederick Brütting.

Einzelstadträtin Inge Birkhold erkundigte sich nach der aktuellen Energiesituation in Aalen. „Gibt es im Hinblick auf Herbst und Winter Szenarien, einen Notfallplan?“, fragte sie und forderte, damit bald und proaktiv an die Öffentlichkeit zu gehen. „Die Lage sei wirklich sehr ernst“, erwiderte OB Frederick Brütting. Demnächst wolle er sich gemeinsam mit Stadtwerkechef Christoph Trautmann den lokalen Medien gegenüber dazu äußern.

Petra Pachner (SPD) brachte die Situation der Aalener Innenstadt-Wirte angesichts der enormen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie ins Gespräch: „Gibt es Überlegungen der Stadtverwaltung, die Gastronomie in irgendeiner Weise zu unterstützen?“, erkundigte sie sich. Der OB verwies darauf, dass der Gemeinderatsausschuss für Kultur, Bildung und Finanzen (KBFA) in einer seiner jüngsten Sitzungen beschlossen habe, auch in diesem Jahr auf 75 Prozent der Außenbewirtschaftungsgebühren der Innenstadt-Wirte zu verzichten. Damit verzichte die Stadt auf eine Einnahmesumme von insgesamt 35 000 Euro. Brütting: „Ich glaube, das ist ein ordentlicher Betrag.“

Eva-Maria Markert (SPD) verwies auf die Container an der Ecke Schelmenstraße im Aalener Hirschbach. „Seit Wochen laufen sie über. Seit Wochen gammeln da die Kleidungsstücke.“ Sie bat die Stadtverwaltung, mit dem Betreiber der Container Kontakt aufzunehmen. Da dieses Problem viele Containerstandorte in der Stadt betreffe, kündigte der OB den Stadträten an, ihnen im Herbst einen Vorschlag unterbreiten zu wollen, wie man die Altkleidersammlung anders organisieren könnte.

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