Erfinderpreis für den Tüftler aus Aalen?

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Thomas Bayer mit seiner Erfindung, dem intelligenten Blindenstock. Er ist neuerdings Mieter im Inno-Z.

Thomas Bayers intelligenter Blindenstock ist für die Auszeichnung nominiert.

Aalen. Großer Erfolg für Thomas Bayer: Der Schüler aus Wasseralfingen ist für den Artur-Fischer-Erfinderpreis Baden-Württemberg 2021 im Bereich Weiterführende Schulen nominiert. Der 20-Jährige ist einer der jüngsten Mieter im Innovationszentrum Inno-Z an der Hochschule Aalen und hat dort seinen „blindGuide“ – einen mit Künstlicher Intelligenz ausgestatteten Blindenstock – weiterentwickelt. Parallel dazu macht er jetzt Abitur an der Technischen Schule Aalen.

Sein „blindGuide“ ist ein Blindenstock, der blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, komplexe Situationen zuverlässig zu erfassen. Das funktioniert über 200 Kamerabilder pro Sekunde, die das Gerät aufnimmt, mittels Künstlicher Intelligenz analysiert und in Echtzeit auswertet. Es werden also nicht nur Hindernisse durch Ultraschall erfasst und angezeigt. Der „blindGuide“ informiert den Nutzer auch per Vibration oder Sprache darüber, ob ein Zebrastreifen vorhanden ist, ob eine Tür in einer Wand ist, wie der Fußweg beschaffen ist oder wo es eine Haltestelle gibt. Mit Hilfe einer haptischen Richtungsanzeige kann die Person auch um Hindernisse herumgeleitet werden. Auf die Idee brachte ihn eine ehemalige sehbehinderte Klassenkameradin seines Bruders.

„Wir freuen uns riesig, dass Thomas Bayer jetzt für den Artur-Fischer-Erfinderpreis nominiert ist und drücken ihm ganz fest die Daumen“, sagt Inno-Z-Geschäftsführer Andreas Ehrhardt. Das Innovationszentrum gehe inzwischen auch verstärkt auf die Schulen in der Region zu, um den Nachwuchs schon früh für Innovationen zu begeistern.

Der von Professor Artur Fischer und der Baden-Württemberg Stiftung gestiftete Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Außer Thomas Bayer sind aus der Region nominiert:

Prof. Dr.-Ing. Günter Dittmar (Aalen) mit seinem Projekt „Schutz vor Röntgenstrahlung beim Arbeiten mit Ultrakurzpulslasern“,

Linus Lutz (Ellwangen) mit dem Projekt „Smarte Zisterne“,

Nils Weber (Ellwangen) mit „Der sichere Zebrastreifen“,

Marie Weber (Ellwangen) mit einer Anti-Corona-Lüftungsanlage fürs Klassenzimmer.

Die Preisträger werden am Montag, 28. Juni, ab 17 Uhr bekanntgegeben. Die Veranstaltung kann online verfolgt werden: ab 17 Uhr einloggen unter „Artur Fischer Erfinderpreis 2021 on Vimeo“.

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