Erste Coronafälle bei der Lebenshilfe - zwei Bewohner positiv getestet

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Symbolbild: pixabay
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Seit Mitte Oktober Fälle in 13 Pflege- und Behinderteneinrichtungen im Kreis.

Aalen.  Es sind die ersten Coronafälle seit der Pandemie bei der Aalener Lebenshilfe. Nun hat es zwei Bewohner, die im Bereich "Wohnen in besonderen Wohnformen" leben, erwischt. Sie wurden positiv auf das Virus getestet, Sie weisen zwar Symptome auf, eine klinische Behandlung sei aber nicht notwendig, teilt der stellvertretende Geschäftsführer der Lebenshilfe Aalen, Jochen Kopp, mit.

"Die Meldung der positiven Testergebnisse haben wir heute Vormittag erhalten", so Kopp weiter. Bereits vor Eintreffen der Testergebnisse seien, in Absprache zwischen dem Krisenstab der Lebenshilfe Aalen und dem Gesundheitsamt des Landratsamtes Aalen sowie nach Empfehlungen des RKI, geeignete Maßnahmen getroffen worden.

Die beiden Betroffenen, von denen noch nicht klar ist, wo sie sich mit dem Virus angesteckt haben, wurden isoliert, weiter wurde für die betroffenen Kontaktpersonen eine Quarantäne angeordnet. Kontaktpersonen der Kategorie II werden angehalten, sich freiwillig in vorsorgliche Isolation zu begeben. Ein Besuchsverbot kann die Lebenshilfe nicht verhängen, bittet jedoch, von Besuchen erst einmal abzusehen, sagt Kopp.

Braucht es eine Isolierstation?

"Die benötigte Schutzausrüstung liegt uns in ausreichender Anzahl vor", sagt Kopp und erklärt, dass bereits im Frühjahr ein Maßnahmen-Plan entworfen wurde. "Wir haben 200 Mitarbeiter und 350 Familien und Angehörige bei uns. Da gibt es viele Möglichkeiten, wie das Virus seinen Weg finden kann." Auch wenn der stellvertretende Geschäftsführer sicher ist, dass die Mitarbeiter bemüht sind, ihre privaten Kontakte so weit einzuschränken. "Wir als Arbeitgeber können unseren Mitarbeitern das nicht vorschreiben, aber sie machen ihre Arbeit mit Herzblut und aus purer Überzeugung."

Aktuell steht die Lebenshilfe laut Kopp in engen Absprachen mit dem Gesundheitsamt sowie weiteren Behörden und stimmt die notwendigen Regelungen regelmäßig ab. Eine Isolierstation auf dem Gelände einzurichten sei momentan im Gespräch, die Räumlichkeiten dafür seien da. "Wir sprechen uns momentan mit dem Gesundheitsamt ab, ob das möglich und überhaupt nötig ist", so Kopp.

Neben der Lebenshilfe gibt es weitere Coronafälle in Pflegeeinrichtungen, die das Landratsamt nicht öffentlich nennen will. Das Landratsamt aber lässt wissen: Es gab von Mitte Oktober bis Ende vergangener Woche Coronafälle in 13 im Ostalbkreis gelegenen Pflege- und Behinderteneinrichtungen.

Gerüchte um Fall im Albstift

Auch am Albstift in Aalen soll es erneut einen Fall geben. Nach Fällen Ende Oktober soll sich nun ein Mitarbeiter angesteckt haben. Für eine Stellungnahme war das Albstift bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen. 

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