Es regnet rein: Flachdächer werden saniert

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In die Aalener Greutschule regnet es hinein. Das Flachdach ist undicht. Nun soll es für 250 000 Euro saniert werden. Gleiches gilt für die Rombachhalle.
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Beschlüsse zur Rombachhalle und zur Greutschule wurden gefasst.

Aalen. Die Flachdächer der Greutschule und der Rombachhalle werden für je 250 000 Euro saniert. Die Baubeschlüsse dazu hat der Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik (AUST) einstimmig gefasst. Zur Greutschule sagte Markus Haas, der Leiter des städtischen Amts für Gebäudewirtschaft: „Wir haben dort den ein oder anderen Wassereintritt.“ Daher sei man mit Nachdruck dabei, das Problem zu lösen. „Wir müssen das Dach instand setzen.“

Wegen des Ausbaus der Ganztagesbetreuung gibt es Haas zufolge an der Greutschule zusätzlichen Raumbedarf. Eine Aufstockung auf besagtem Flachdach sei nicht möglich. Man arbeite daher an einem anderen Vorschlag, der demnächst im Gremium vorgestellt werden soll. Eventuell könnte man anbauen.

Vor Kurzem hat es in der Schule gebrannt. Teilweise sind die Schäden laut Haas behoben und die Räume auch teilweise wieder freigegeben. „Zwei Räume sind noch nicht nutzbar“, sagte er. Die Fassade sei noch zu sanieren, neue Fenster müssten eingebaut werden. Handwerker seien im Moment aber schwierig zu bekommen. „Wir bekommen nicht einmal Angebote“, sagte Haas. Bisher hat die Stadt ihm zufolge 57 000 Euro für die Beseitigung der Brandschäden bezahlt. Weitere Kosten kämen aber auf die Stadt zu. Auch in die Rombachhalle regnet es hinein. Obwohl der Hersteller versprochen habe, dass das Dach 30 Jahre halte, sei es inzwischen undicht, sagte Baubürgermeister Wolfgang Steidle, der die Sitzung leitete. Also wird auch das Flachdach der Rombachhalle über den Duschen, Umkleide- und Geräteräume saniert. Eine Photovoltaikanlage aufs Dach zu setzen, ist laut Steidle aus statischen Gründen nicht möglich.

Jürgen Opferkuch (Freie Wähler) hakte dazu nach: „Bei kommunalen Gebäuden haben wir eine besondere Verantwortung.“ Er bat daher zu prüfen, ob eine Anlage stattdessen an der Fassade angebracht werden kann. Das findet auch Manfred Traub (Zählgemeinschaft Birkhold/Traub). Er schlug vor, entweder die Statik nachzubessern, die Fassaden zu prüfen oder über den Parkplätzen Photovoltaikanlagen zu bauen. „Als Kommune sind wir in der Pflicht“, schloss Traub.

Steidle antwortete, dass die Ereignisse in der Ukraine die Notwendigkeit der Energiewende noch deutlicher vor Augen führe. Zum Fassaden-Vorschlag sagte er: „Ich wäre nicht abgeneigt, wenn es möglich wäre.“ Haas sagte, dass eine Photovoltaikanlage an der Fassade an der Südseite wohl installiert werden könnte. Im Moment verfüge man aber nicht über genügend Personalkapazitäten, um zusätzliche Projekte anzugehen.

Eine ähnliche Diskussion entspann sich auch um die Greutschule. Laut Haas ist dort weder auf dem Dach noch an den Fassaden eine PV-Anlage möglich. „Wenn wir eventuell anbauen, werden wir das Thema Photovoltaik berücksichtigen“, sagte der Leiter des Amts für Gebäudewirtschaft. ⋌Katharina Scholz

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