Evakuierung: Gutscheine jetzt doch für alle Helfer

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Gerhard Schips hat den Bagger bedient, mit dem die Bombe freigelegt und später geborgen wurde. Als Dank und Anerkennung erhält auch er von der Stadt Aalen einen City-Star-Einkaufsgutschein und jeweils einen Verzehrgutschein für das Aalener Frühlingsfest
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Beinahe hätte die Stadtverwaltung die Helfenden der Blaulichtorganisationen vergessen.

Aalen. Doris Klein von der Gemeinderatsfraktion der Grünen hat in der Sitzung des städtischen Finanzausschusses eine Gerechtigkeitslücke aufgedeckt. Denn allein ihrem Hinweis ist es zu verdanken, dass nun auch die rund 400 ehrenamtlichen Helfenden verschiedener Blaulichtorganisationen, die maßgeblich mit großem ehrenamtlichen Einsatz an der Organisation der Bombenentschärfung am Tannenwäldle beteiligt waren, ein symbolisches Dankeschön von der Aalener Stadtverwaltung erhalten: jeweils einen Verzehrgutschein in Höhe von 10 Euro für das Aalener Frühlingsfest und für die Wasseralfinger Tage.

Doch von vorne: Der Finanzausschuss des Gemeinderats hatte in seiner jüngsten Sitzung über die Genehmigung von Freiwilligkeitsleistungen an Mitarbeitende der Aalener Stadtverwaltung zu entscheiden. Die Stadt hatte als Anerkennung bereits City-Star-Einkaufsgutscheine jeweils im Wert von 40 Euro an jene 79 städtischen Mitarbeitenden vergeben, die am hohen organisatorischen Aufwand für die Bombenentschärfung und Evakuierung am 5. März mitgewirkt hatten, inklusive dem Baggerfahrer, der die Bombe freigelegt hat.

Zudem hat nun die Stadtverwaltung vorgeschlagen, allen städtischen Mitarbeitenden als Anerkennung für ihre Leistungen in Zeiten der Corona-Pandemie jeweils einen Verzehrgutschein im Wert von 5 Euro für das Aalener Frühlingsfest und die Wasseralfinger Tage auszugeben. Hauptamtsleiter Ralf Fuchs bezifferte die Ausgaben für die Citygutscheine auf 3200 Euro und für die 5-Euro-Gutscheine auf weitere 600 Euro.

Marcus Waidmann (AfD) beantragte, den Betrag für die Verzehrgutscheine für Frühlingsfest und die Wasseralfinger Tage jeweils auf 10 Euro zu verdoppeln. Doris Klein (Grüne) mahnte, die an der Organisation der Evakuierung beteiligten 400 Helfenden der Blaulichtorganisationen, wie Feuerwehr, Malteser und THW nicht zu vergessen. Sie stellte einen interfraktionellen Antrag, auch diesen Verzehrgutscheine für beide Feste zu überreichen.

Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann ließ über Waidmanns und Kleins Anträge abstimmen. In beiden Fällen stimmte die Ratsmehrheit zu. „Wir hatten uns nicht getraut, Ihnen einen solchen Vorschlag zu unterbreiten. Aber Sie haben uns überzeugt, dass es gut ist“, versuchte Ehrmann eine Erklärung.

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