Fahrradkurs für Flüchtlingsfrauen

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An insgesamt drei Vormittagen brachten Ehrenamtliche des ADFC, unterstützt von Sozialarbeiterinnen der Akltion Jugendberufshilfe Ostalb , Flüchtlingsfrauen das Radfahren bei.
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Auf dem Schulhof der Bohlschule: ADFC-Mitglieder vermitteln mit Unterstützung der AJO Grundkenntnisse bei der Fortbewegung auf zwei Rädern.

Aalen

Nach zwei Jahren Corona-Pause rollten wieder die Räder: Ehrenamtliche des ADFC haben mit Unterstützung der AJO (Aktion Jugendberufshilfe Ostalb) erstmals wieder einen Kurs „Fahrrad fahren für Anfänger“ speziell für Migrantinnen gegeben.

Martin Nester, Ulrich Speidel, Helmut Bader und Klaus Berger engagieren sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im ADFC Aalen. In der Fahrradwerkstatt reparieren sie Drahtesel gegen einen kleinen Obolus, geben sie auch gegen Spenden ab. Bereits in der ersten Flüchtlingswelle unternahmen sie mit Geflüchteten Fahrradtouren, zeigten ihnen vor Ort, wie Wasserversorgung oder Müllentsorgung in Aalen organisiert ist.

Nun also ein Fahrradlernkurs speziell für Flüchtlingsfrauen. Auch Kerstin Letzgus war seitens des ADFC mit dabei. Der Schulhof der Bohlschule, in der auch die Fahrradwerkstatt ihre Räume hat, bot sich wegen seiner weichen Oberfläche prima als Übungsplatz an. Die „Hardware“ - Schulungsräder, die zum Lernen gut geeignet sind - stellte die Fahrradwerkstatt dank einer Spende der Jugendverkehrsschule der Polizei zur Verfügung.

Am ersten von insgesamt drei Vormittagen ging es vor allem darum, den neun Teilnehmerinnen das Gefühl für Balance zu vermitteln. Dazu waren an den Fahrrädern zunächst die Pedale abgeschraubt, die Drahtesel wurden wie Laufräder genutzt. An zwei weiteren Vormittagen ging es ums Anfahren aus dem Stand und um selbstständiges Fahren der ersten Runden auf dem Hof. Die Sozialarbeiterinnen der AJO, unter anderem waren Seren Yilmaz, Abhira Sathiyamoorthy und Anja Nigmann dabei, brachten sich im Kurs aktiv ein mit Französisch-, Türkisch- und Englischkenntnissen. Ganz ohne leichten „Bodenkontakt“, also kleine Stürze, ging es nicht ab, die meisten Lernwilligen setzten aber freiwillig die angebotenen Helme auf. Klaus Berger: „Bis die Schülerinnen sich aber in den Straßenverkehr wagen dürfen, müssen sie viel Sicherheit im Fahren und vor allem im Bremsen und Anhalten gewinnen. Das ganze Thema Verkehrsregeln ist ein weiteres Projekt. Dazu bräuchten wir mehr Ehrenamtliche.“

Um weitere Kurse anbieten zu können, sucht der ADFC Ehrenamtliche. Kontakt: www.adfc-bw.de/Aalen/

An insgesamt drei Vormittagen brachten Ehrenamtliche des ADFC, unterstützt von Sozialarbeiterinnen der Akltion Jugendberufshilfe Ostalb , Flüchtlingsfrauen das Radfahren bei.

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