Fliegende Galgenberg-Klassenzimmer

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Schillerschule und Realschule können zum Schulbeginn wieder ihre Klassenräume im Haus nutzen. Einen neuen Pausenhof und Fotovoltaik auf dem Dach gibt's zudem.

Aalen

Eigentlich sind ja Sommerferien, geschuftet wird im Galgenbergschulzentrum aber dennoch. Bereits 2017 hat der Gemeinderat die Generalsanierung der Schillerschule beschlossen. Diese geht nun dem Ende entgegen. "Mit der Fertigstellung der Sanierung an der Schillerschule zum Beginn des Schuljahres 2020/21 ist ein weiterer Meilenstein im umfangreichen Schulsanierungsprogramm der Stadt gelegt. Noch in diesem und im kommenden Jahr folgt die Neugestaltung des Schulhofs", sagt OB Thilo Rentschler hierzu.

Der Schulbetrieb war ausgelagert worden. Als Interimslösung dienten angemietete Räume im einstigen Elektro-Ausbildungszentrum ein paar Meter weiter sowie Räume im Werkstattgebäude der Schule.

Zusätzlich wurden 16 Klassen, samt Verwaltung, in einer angemieteten Containerschule auf dem Campus untergebracht. Seit dem letzten Schultag, 29. Juli, wird diese geräumt. Eine Spedition erledigt dies und lagert Schulmöbel und anderes zwischen. Der Bauhof hilft mit. Stufenweise werden dann bis Schulbeginn im September die neu gestalteten Räume der Schillerschule bezogen und eingeräumt.

Die restlichen Sanierungsarbeiten im Hauptgebäude laufen noch auf Hochtouren: Maler, Elektriker und Schreiner sind aktuell dort am Werk.

Schulhof-Neugestaltung

Und auch außen tut sich was. Der Gemeinderat hat nämlich jüngst vor der Sommerpause die Neugestaltung des Schulhofs am Schulzentrum nach dem Entwurf des Grünflächenamtes gebilligt. Beschlossen wurden zwei Bauabschnitte mit einem Volumen von jeweils 280 000 Euro.

Der erste Bauabschnitt soll noch im Sommer 2020 starten, der zweite 2021. Stimmt der Gemeinderat zu, soll ab 2022 ein dritter Bauabschnitt mit einem geschätzten Volumen von rund 460 000 Euro in Angriff genommen werden.

"Nach der Schulhof-Neugestaltung am Schubart-Gymnasium wird nahtlos am Schulzentrum Galgenberg weitergearbeitet, um den Schülerinnen und Schülern einen Pausenhof mit hohem Erholungs- und Freizeitwert gleichermaßen zu schaffen", sagt der OB. Geplant hätten die städtischen Ämter in engerer Abstimmung mit den beiden Schulleitungen. Gemeinsam mit den Schülern habe es auch eine Ideensammlung gegeben.

Damit ist ein weiterer Meilenstein im umfangreichen Schulsanierungsprogramm der Stadt gelegt.

Thilo Rentschler Oberbürgermeister

Im ersten Bauabschnitt wird der Spielbereich mit Kleinspielfeld und Muldenbereich neu gestaltet. Ein großes Kletterspielgerät, eine Hangel- und Kletteranlage, weitere Sitzstufen werden aufgestellt, neue Fallschutzflächen erstellt. Zur Ziegelstraße hin entsteht ein grünes Klassenzimmer mit Hochbeeten.

Im zweiten Bauabschnitt wird der östliche Bereich des Schulhofs, dort, wo die Container standen, neu gestaltet. Hier sind 2021 eine Multisportarena, eine Trampolin- und Hangel-Anlage, eine Kletter- und Graffitiwand sowie "Chilldecks", Hängematten und ein Kommunikationstreffpunkt geplant. "Sowohl die Aufenthaltsqualität wie die Bewegungsmöglichkeiten auch für ältere Schüler sollen gesteigert werden", erklärt Rentschler.

Im dritten Bauabschnitt geht es dann um Belagsarbeiten. Im Mensa-Außenbereich soll die Bestuhlung erweitert werden. Die Beleuchtung auf dem Schulhof soll zudem erneuert werden.

Fotovoltaik auf dem Dach

Eine ökologische Komponente bietet die Sanierung am Campus ebenso: Bereits 2019 wurde beschlossen, dass das gemeinsame Dach von Schiller- und Realschule statisch ertüchtigt wird, um darauf eine Fotovoltaik-Anlage installieren zu können. Die Ostalb Bürger Energie (OBE) soll dieses Projekt umsetzen. "Die OBE ist ein zuverlässiger und örtlicher Partner, mit dem Projekte rasch realisiert werden können. Ziel ist es, möglichst viel Strom umweltfreundlich zu gewinnen – auch an öffentlichen Gebäuden wie Schulen", erklärt Baubürgermeister Wolfgang Steidle die Wahl.

Die Anlage mit einer Leistung von 95 kW soll rund 95 000 kWh Strom pro Jahr liefern. Zwei Drittel der Energie werden vor Ort verbraucht. Die CO2-Ersparnis betrage pro Jahr rund 40 Tonnen, heißt es im Rathaus. Die Stadt pachte die Anlage für die Dauer von 18 Jahren von der OBE und erhalte die Gewinne aus der Einspeisevergütung des Reststroms. Danach gehe die Anlage in den Besitz der Stadt über. Die Stadt rechnet mit einer Haltbarkeit der Anlage bis zu 40 Jahren. Zu einem späteren Zeitpunkt bestehe die Möglichkeit, dass auch auf dem Dach der Max-Eyth-Halle eine PV-Anlage errichtet werde, informiert Stadtsprecher Sascha Kurz.

Die Containerschule wurde abgebaut. 16 Klassenzimmer waren hier untergebracht.
An der Schillerschule und an der Realschule laufen die Arbeiten innen und außen in den Sommerferien auf Hochtouren.
Das Kleinspielfeld erhält einen neuen Bodenbelag.

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