Frische Luft an Schulen – dicke Luft im Rat

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Alle 20 Minuten wird im Klassenzimmer gelüftet.
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Stadt kauft weitere Luftreinigungsgeräte. In der Sitzung gibt es fast einen Eklat.

Aalen. Wie gut ist die Luft in Aalens Klassenzimmern? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ausschuss für Kultur, Bildung und Finanzen (KBFA) und beschloss, weitere Luftreiniger und CO2-Messgeräte anzuschaffen. Das Ziel: die Schülerinnen und Schüler vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.

Wolfgang Balle vom Amt für Gebäudewirtschaft berichtete dazu über die Lüftungssituation an den Schulen. Das Amt hat demnach 868 Räume untersucht. Je nachdem, wie gut die Räume zu lüften sind, hat das Amt die Lüftungssituation in drei Kategorien eingeteilt: Gut, durchschnittlich oder kritisch. In einem Pilotversuch wurden Lüftungsprotokolle erstellt, 31 Geräte zur Luftreinigung beschafft und 46 CO2-Messgeräte installiert, um die Luftqualität zu messen. Insgesamt 124 000 Euro hat die Stadt bisher investiert. Das Land stellt dafür Mittel in Höhe von 169 000 Euro zur Verfügung.

Der Ausschuss beschloss bei einer Gegenstimme (Marcus Waidmann, AfD), weitere 49 500 Euro in weitere Luftreinigungsgeräte, CO2-Messgeräte und Frischluftanlagen in Eigenbau zu investieren. Damit soll vor allem die Situation in den 102 Räumen, die das Amt als kritisch eingestuft hat, verbessert werden. Kritisch heißt, dass dort länger als 15 Minuten gelüftet werden muss, bis die Luft ausgetauscht ist.

OB droht, Sitzung abzubrechen:

Während der Diskussion zählte OB Thilo Rentschler, dass weniger als die Hälfte der Ausschussmitglieder im Raum waren. "Ich gebe ihnen eine Minute Zeit, die Beschlussfähigkeit herzustellen, sonst breche ich die Sitzung ab", sagte der OB in Richtung Grüne. "Schließlich ist es Ihre Fraktion, die immer auf Einhaltung der Geschäftsordnung pocht."

Dr. Thomas Battran griff zum Handy, um Ralf Meiser anzurufen. Der war – wie andere auch –während der langen Sitzung kurz nach draußen gegangen, hatte sein Handy aber nicht dabei. Es klingelte an seinem Platz. Also stand Battran auf, um Meiser und die anderen zu holen. Balle beantwortete da gerade eine Frage, die Battran gestellt hatte. Als alle wieder zurück im Saal waren, fragte Battran, ob Balle die Antwort wiederholen könne. "Die Frage ist beantwortet", sagte der OB. Die Antwort könne aber schriftlich nachgereicht werden.

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