Babyboom: Vierter Kreißsaal für Ostalb-Klinikum geplant

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Zwei Tage alter Säugling in der schützenden Armen seiner Mutter in einem Klinikum. In Aalen soll es mehr Platz für Geburten geben.
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In Aalen ist die Zahl der Geburten am Klinikum in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Jetzt wird gebaut.

Aalen. In Aalen werden immer mehr Kinder geboren. „Eine stetige Zunahme an Geburten“ und zwar seit Jahren vermeldet die Klinikleitung um Professor Dr. Ulrich Solzbach. Die Gesamtgeburtenzahl in diesem Jahr prognostizieren die Ärzte in diesem Jahr mit rund 2000. Im vergangenen Jahr waren es 1750, im Jahr 2015 1350 Geburten. Die Kapazitätsgrenze der drei Kreißsäle liegt nach Klinikangaben bei circa 1350 Geburten, so dass die Kapazität der Kreißsäle „zunehmend stark überschritten“ werde. Dies führe „bereits seit geraumer Zeit zu Engpässen“. Es sei sogar schon vorgekommen, dass Patientinnen abgewiesen werden mussten, „da eine entsprechende Versorgung nicht gewährleistet werden kann“. Die Auflösung von Familienzimmern und das kurzfristig erforderliche Nachhause-Schicken von Partnern führe „trotz insgesamt qualitativ objektiv guter Versorgung zu Patientenunzufriedenheit und großem logistischem Mehraufwand“. Dazu kommt noch, dass mehr Geburten auch einen Anstieg der Entbindungen mit Kaiserschnitt bedeute – und dies den zentralen OP belaste.

Ärger, Engpässe und mehr Arbeit: Die Klinikleitung hat Handlungsbedarf erkannt. Zwar wurden bereits einige Dinge getan, um die Situation zu verbessern – so wurden die Liegezeiten in den Kliniken für die Mütter verkürzt. Auch wurden Abläufe optimiert. Und Büros wurden bereits umfunktioniert. Doch die bislang drei Kreißsäle reichen nicht aus. Deswegen soll ein vierter Kreißsaal geschaffen und an die bestehenden Kreißsäle angebunden werden. Ein Not-OP soll zudem zu einem vollwertigen OP ausgebaut werden, um den Zentral-OP zu entlasten. Mit diesem Vorschlag, vorgestellt von Klinik-Vorstand Thomas Schneider, hat sich der Verwaltungsrat der Kliniken Ostalb beschäftigt – und Zustimmung zu den Plänen signalisiert. Als zeitliches Ziel für die Umsetzung hat man sich den Herbst im kommenden Jahr gesetzt. Es wird mit Kosten von rund 650 000 Euro gerechnet.

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