Für Außengastronomie zahlen trotz Lockdown?

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Bewirten können die Aalener Gastronomen ihre Gäste nicht, dennoch sollen sie Gebühren zahlen – sie vertrauen aber der Stadt, dass das Problem gelöst wird. Archivfoto: opo
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Viele Wirte erhielten in der vergangenen Zeit Rechnungen für die Gebühr der Außengastronomie. Warum sie die Stadt nicht dafür kritisieren.

Aalen

Die Cafés, Bars und Restaurants sind schon lange geschlossen. Dennoch erhielten Gastronomen zuletzt eine Rechnung – für die Bewirtung im Außenbereich sollen sie eine Gebühr an die Stadt Aalen bezahlen. Ob diese nun tatsächlich bezahlt werden muss, ist allerdings noch offen.

"Das ist eine turnusmäßige Rechnung, diese Rechnungen gingen nicht böswillig raus", erläutert Sascha Kurz, Pressesprecher der Stadt Aalen. "Wir haben einen Teil der Gebühr schon letztes Jahr erlassen", ergänzt er. So werde es wohl auch in diesem Jahr sein – wenn der Gemeinderat zustimmt. Oberbürgermeister Thilo Rentschler werde das Thema in der kommenden Sitzung aber aufgreifen und empfehlen, weiteren Nachlass auf die kommenden Monate zu gewähren.

Gastronomen sind gelassen

Wolfgang Schieber, Inhaber des Café Schieber, zeigt Verständnis für die Stadtverwaltung. "Die Stadt hat wie wir angenommen, dass es im Frühling wieder weitergeht", sagt er. Dass die Gebühren am Ende vollumfänglich bezahlt werden müssen, bezweifelt er. "Die Stadt hat schon letztes Jahr einen Teil der Gebühren erlassen, ohne dass wir etwas gesagt haben."

Die Gastronomen in Aalen können sich auf uns verlassen.

Reinhard Skusa Citymanager der Stadt Aalen

In die Stadt hat er großes Vertrauen: "Der OB tut wirklich alles, dass es in den Betrieben so glimpflich wie möglich abläuft." Dennoch würde er sich freuen, bald wieder Gäste im Außenbereich seines Cafés begrüßen zu können. Dort könne man darauf achten, dass zwei Personen an einem Tisch stehen. "Sonst treffen sie sich zu fünft auf dem Parkplatz", meint Schieber.

Ähnlich sieht das auch Markus Scheffler vom Reichsstädter Café. "Die Rechnung kommt jedes Jahr ins Haus und darf nicht überbewertet werden", sagt der Gastronom. Und auch er betont, dass die Stadt bereits im vergangenen Jahr sehr kulant war.

Stadt steht hinter Gastronomie

Reinhard Skusa, Citymanager der Stadt Aalen, gibt ebenfalls Entwarnung. "Die Gastronomen in Aalen können sich auf uns verlassen", betont er. Und, das fügt Skusa hinzu: Die Stadt arbeite schon an einem Vorschlag für den Gemeinderat.

Im Überblick: Die Gebühr für Außenbestuhlungen

Die Sondernutzungsgebühren für die Bestuhlung im Außenbereich betragen rund 28 000 Euro pro Jahr, so Sascha Kurz, Pressesprecher der Stadt Aalen. 2020 wurden die Monate Januar bis März erlassen – das entspricht etwa 12 000 Euro. Wegen des anhaltenden Lockdowns hat die Stadtverwaltung den Einzug im Januar nicht vollzogen und die Rechnungsstellung mit einer Reduzierung um erneut 25 Prozent auf den 1. April datiert, wie im Gemeinderat besprochen.

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