Für Frau M. wäre ein Aktivrollstuhl der einzige Alltagsretter

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Frau M. (Name geändert) leidet seit elf Jahren unter einem besonders schweren Verlauf der Parkinson-Erkrankung. Foto: UW
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Eine 55-jährige Mutter leidet seit elf Jahren an einem besonders schweren Verlauf der unheilbaren Parkinson-Erkrankung. Worauf sie jetzt hofft.

Aalen

Seit fast 60 Jahren hilft Advent der guten Tat, die Aktion der Schwäbischen Post, in vielen Situationen menschlicher Not. Oft bleibt es bei einer Unterstützung über einen absehbaren Zeitraum hinweg, bis die Betroffenen wieder festen Boden unter den Füßen haben. Immer wieder aber begleiten wir dieselben Menschen über Jahre hinweg. Beispielsweise, wenn eine unheilbare Erkrankung weiter fortschreitet, wenn etwa die Krankenkasse die Finanzierung notwendiger Pflege-Hilfsmittel verweigert und die Patienten die kostspieligen Hilfen nicht aus eigener Tasche zahlen können. In diesen Fällen springt Advent der guten Tat in die Bresche.

Einer dieser Fälle ist Frau M. (Name geändert). Vor elf Jahren wurde bei ihr eine Parkinson-Erkrankung diagnostiziert. Von heute auf morgen sah sich die heute 55-Jährige mit einer unheilbaren Krankheit konfrontiert. Ein Schock. Zumal kurz zuvor ihr erstgeborener Sohn im Alter von elf Jahren gestorben war. Florian (Name geändert) war aufgrund einer seltenen Chromosomenanomalie schwerst behindert zur Welt gekommen.

„Ich habe immer so gerne geschafft. Habe meinen Sohn gepflegt, daneben hatte ich drei Jobs gleichzeitig - habe für ein Wollstüble gestrickt, in einer Einrichtung für behinderte Kinder ausgeholfen, und war zudem in einem Privathaushalt als Haushaltshilfe angestellt. Ich habe die Wäsche gemacht, gekocht, die Schafe gehütet ... ich war Mädchen für alles“, erzählt Frau M. von ihrem „früheren“ Leben. Ihr Leben war geprägt von steter Rastlosigkeit und der Sorge um ihren behinderten Sohn, die sie damals nicht zur Ruhe kommen ließ.

Frau M. ist austherapiert

Lange Jahre hat Frau M. von der Hoffnung gelebt, dass sie mit ihrer Krankheit, mit den Symptomen leben kann. Aber dann, als die Schmerzen immer schlimmer werden, als sie kaum noch gehen kann, nicht mehr arbeitsfähig ist und Erwerbsminderungsrente beanspruchen muss, zieht ihr das alles beinahe den Boden unter den Füßen weg.

Frau M. ist austherapiert, sagen die Ärzte. Die Medikamente gegen Parkinson greifen nicht oder nicht ausreichend. Andere, die vielleicht greifen würden, sind für Frau M. mit so schweren Nebenwirkungen verbunden, dass sie die Ärzte wieder abgesetzt haben. Mit dem ständigen Zittern von Händen und Beinen einher gehen quälende Schmerzen im Rücken und im Nacken, in Hüfte, Knien und Fußgelenken. Bis zu sechs starke Schmerztabletten täglich schluckt Frau M. Nur dann ist diese Qual für sie einigermaßen erträglich.

Ihr größter Wunsch ist es, die Wohnung wieder selbstständig verlassen zu können. Frau M. ist inzwischen auf einen motorisierten Rollstuhl angewiesen. Die Krankenkasse hatte ihr aber nur einen Leichtgewichtsrollstuhl genehmigt. Doch Frau M. benötigt einen sogenannten Aktivrollstuhl. Das sagt Ralph Weyda, Inhaber der Firma Schad. Ein Leichtgewichtsrollstuhl sei für Frau M. zu schwer. Weyda hat selbst mehrere Versuche unternommen, um bei der Krankenkasse eine Kostenzusage für einen solchen Aktivrollstuhl zu erwirken. Leider vergebens. Der Aktivrollstuhl würde 5200 Euro kosten. Durch eine Spende der Firma Schad reduzieren sich die Kosten auf 3500 Euro. Für die Differenz möchte Advent der guten Tat aufkommen. Bitte helfen Sie, liebe Leserinnen und Leser!

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