Galgenberg-Festival: Drei, die immer dabei sind

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Auch im August 2021 luden die Kulturfreunde Galgenberg unter anderem mit dem Vereinsorchester auf das Areal des ehemaligen Gaskessels im Aalener Hirschbach. Da gab es noch Beschränkungen, diesmal ist alles wie vor der Pandemie.
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 Am 5./6. August ist es wieder so weit. Warum Darius König, Gege Demmler und Matthias Kehrle dem Festival seit rund 20 Jahren treu sind.

Aalen

Wildwuchs beseitigen. Den Bauzaun aufstellen und mit den Werbebannern ausstatten. Die Stände aufbauen. Sie mit den Wasserleitungen ausrüsten - mithilfe der Stadtwerke. Dafür sorgen, dass der Platz beleuchtet wird. Die Bühne zusammen mit der Ostalb PA herrichten. Und das Vereinsorchester auf Kurs bringen. All das gehört zu den Vorbereitungen fürs Galgenberg-Festival der Kulturfreunde Galgenberg auf dem Areal des ehemaligen Gaskessels im Hirschbach. Bei all dem helfen Gege Demmler, Darius König und Matthias Kehrle schon lange mit. Jeder auf seine Weise. Seit 1999 gibt's das Festival. Welche Aufgaben die drei Vereinsmitglieder haben, was sie antreibt, welches Konzerte ihnen bisher am besten gefallen haben und wen sie gerne mal auf der Bühne in Aalen erleben würden.

Darius König (28), Aufbaukraft beim Verein Kulturfreunde Galgenberg und einer der jüngsten im Team. Krabbelte, so erinnert sich zumindest Gege Demmler, schon als Baby zwischen den Ständen beim Festival rum.

Königs Aufgabe: „Als ich jünger war, habe ich beim Verkauf der T-Shirts mitgeholfen, später beim Stand mit den antialkoholischen Getränken, dann beim Bierausschank. Ich wurde immer irgendwie integriert.“ Seit er im Aufbauteam dabei ist, nimmt Darius König immer eine Woche Urlaub für das Festival. „Das hat sich einfach eingespielt.“

Was ihn antreibt: „Es macht einfach Spaß, das alles zu begleiten. Und beim Festival geht's ja auch viel um gute Musik.“

Bisher bestes Galgenbergkonzert: „Gentleman fand ich gut. Und Jamaram.“ Auch wenn er beschäftigt sei, während die Bands spielen, bekomme er schon was von der Musik mit, sagt König: „Ein Ohr hört immer mit.“

Königs Topact-Wunsch: „Helge Schneider, das wäre schon toll“, sagt der 28-Jährige.

Gege Demmler (62), Chef a.D. des Aufbauteams, packt aber noch fleißig mit an. Ist seit Anbeginn dabei und gehört zum Gründungsteam des Vereins.

Demmlers Aufgabe: „Platz herrichten, Bühne aufbauen, da hat mich von Jahr zu Jahr mehr geschlaucht“, sagt er. Nun hilft er immer noch mit an, hat aber den Hut nicht mehr auf.

Was ihn antreibt: „Ich bin schon immer Konzert- und Festivalgeher“, sagt Demmler. Irgendwann habe man dann beschlossen: „So was machen wir auch in Aalen.“ Das Festival habe sich jetzt auch etabliert. Trotz der Nachwuchssorgen, die es vor ein paar Jahren gab.

Bisher bestes Galgenberg-Konzert: „Als Kraan gespielt hat, das war schon toll“, sagt Demmler. Manchmal sei die Musik aber auch schöne Nebensache. Man treffe beim Festival sehr viele Leute aus Aalen und komme „aus dem Schwätzen gar nicht mehr raus.“

Demmlers Topact-Wunsch: „My Baby“, einen dreiköpfige Band aus Holland. „Das ist ein Band, die wir hier schon gerne mal hätten“, sagt er.

Matthias „Mädde“ Kehrle (55), Kapellmeister des Vereinsorchesters, dabei seit 2003.

Kehrles Aufgabe: „Kann man nicht so genau definieren“, sagt Kehrle. Die Programmauswahl gehört dazu, Vorschläge von den Bandmitgliedern würden aber berücksichtigt. „Meine Aufgabe ist auch ein wenig symbolisch“, sagt der Musiker. „Man braucht ja jemanden, der das letzte Wort hat.“

Habe er aber nur manchmal, beispielsweise, wenn der Ausdruck bei einem Stück noch nicht so richtig stimme. „Und die Vorschläge für die Songs gehen bei mir noch einmal durch den Filter.“  Nicht rausgefiltert wurden in diesem Jahr etwa Songs von Sting, Deep Purple und Rio Reiser. Und ein selbst geschriebener Song eines Bandmitglieds. 

Was ihn antreibt: „Es ist natürlich manchmal stressig im Vorfeld. Aber wenn der Abend da ist und die Vorbereitung gut läuft, macht das schon Spaß“, sagt Kehrle. Es sei bisher auch niemand auf ihn zugekommen, der gesagt habe, er könne das mal übernehmen.

Bisher bestes Galgenberg-Konzert: „Der Abend mit Norbert Schneider war ganz weit vorne. Das war unheimlich toll.“ Sein Lieblingsabend sei aber der mit Ron Spielmann, Erdmöbel und Hattler gewesen. 

Kehrles Topact-Wunsch: „Wenn es realisierbar wäre: die Wood Brothers. Das ist eher utopisch, wäre aber super. Und die Tedeschi Trucks Band. Das wäre schon was fürs Festival.“

Die wichtigstenFestival-Fakten

Das Vereinsorchester der Kulturfreunde Galgenberg spielt am Freitag, 5. August, eine Auswahl der besten Hits der Rock- und Popgeschichte. Am Samstag, 6. August, stehen die regionalen Newcomer Lilak, Red Hot’n Blues mit dem stimmstarken Heidenheimer Wirt Michael Kneule und Flo Mega auf. Mehr Infos und Tickets gibt es www. galgenberg-festival.de und auf www.reservix.de

Matthias Kehrle Foto: Jan Walford
Darius König Foto: dot
Gege Demmler Foto: dot

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