Galgenberg-Ost: Baubeschluss im Frühjahr

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Baggern für das Neubaugebiet Galgenberg-Ost. In Sachen umweltfreundliche Mobilität und Klimaschutz soll das neue Wohngebiet eine Vorreiterrolle spielen.
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Die Stadtverwaltung erwägt, nicht jeder Wohnung einen Stellplatz zuzuordnen.

Aalen. Während die Hirschbachrenaturierung – die Ausgleichsmaßnahme für das künftige Neubaugebiet Galgenberg-Ost bereits begonnen hat, wird im Aalener Rathaus noch eifrig gefeilt an einer nachhaltigen Entwicklung des Baugebiets. Im Fokus: Klimaschutz, Klimaanpassung, umweltfreundliche Mobilität und Freiraumqualität.

Der Zeitplan steht, im Frühjahr 2021 soll im Gemeinderat der Baubeschluss fallen, die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für 2022 vorgesehen, der zweite Bauabschnitt soll 2023 fertiggestellt sein,

Baubürgermeister Wolfgang Steidle und Maya Kohte, Leiterin des Amtes für Umwelt, Grünflächen und umweltfreundliche Mobilität, haben am Donnerstag den Mitgliedern des Gemeinderatsausschusses einen Zwischenbericht abgegeben.

Der Name: Im Januar 2021 soll der Name für das Neubaugebiet beschlossen werden. Zur Debatte stehen neben dem Arbeitstitel "Galgenberg-Ost" auch "Oberes Hirschbachtal" und "Wohnen am Tannenwädle".

Naturnahe Gartengestaltung: Erklärtes Ziel ist, dass das Bauen und Wohnen im "Galgenberg-Ost" in puncto Nachhaltigkeit und Klimaneutralität Vorbildcharakter haben soll für weitere Neubaugebiete. Vor allem der Fraktion der Grünen ist wichtig, naturnahe Gärten nicht nur zu empfehlen, sondern die Bauherren dazu zu verpflichten. Die Aalener Stadtverwaltung will künftigen Bauherren unter anderem Tipps für eine naturnahe Gartengestaltung an die Hand geben. Laut Maya Kohte wurde bereits eine Broschüre mit entsprechenden Ratschlägen erarbeitet.

Mobilität: Laut Wolfgang Steidle werde eine Stellplatzsatzung für das neue Baugebiet gerade erarbeitet. Ilse Schmelzle (FDI) mahnte ein ausreichendes Stellplatzangebot in den Tiefgaragen an. Steidle entgegnete, dass man im Hinblick auf die neue Mobilität nicht einseitig das Kfz-Thema fördern wolle. "Wir werden für eine ordentliche Versorgung für E-Fahrzeuge in den Tiefgaragen sorgen." Auch eine zentrale Aufladestation für Elektroautos sei geplant. Gute Busanbindungen und das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel sollten in dem stadtnahen Wohngebiet eine größere Bedeutung erlangen, meinte Steidle sinngemäß. Deshalb ziehe die Stadtverwaltung in Erwägung, den Stellplatzschlüssel anzupassen und kleinen Wohnungen möglicherweise keinen Stellplatz zuzuordnen. Claus Albrecht (FW) warnt davor, Wohnungen ohne Stellplatz anzubieten. "Überall dort, wo es nicht genügend Tiefgaragenplätze gibt, stehen die Autos auf der Straße!" Alexander Asbrock (Grüne) ist gegenteiliger Meinung. "Wir brauchen intelligente Mobilität. Und dann brauchen wir auch nicht so viele Stellplätze." Das Angebot müsse bequem, günstiger und genauso funktional sein wie ein Auto. "Da stehen wir in Aalen leider noch am Beginn der Verkehrswende."

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