Galgenbergfestival: Musik, Wetter, Ambiente - passt!

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Flo Mega und seine Band „The Ruffcats“ brachten das Publikum am Samstagabend schnell in Tanzlaune. Viele wurden mitgerissen vom launigen Sound der Band. Fotos: je
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Wie Musikerinnen und Musiker beim 21. Festival auf dem Gaskesselgelände das Publikum mitreißen. Anders als nach dem Vorverkauf befürchtet, fallen die Besucherzahlen recht ordentlich aus.

Aalen

Jede Menge tolle Musik bei gutem Wetter und einem schönen Ambiente. Das war der Tenor der meisten Besucher nach zwei Tagen Galgenbergfestival. Und entgegen der Befürchtungen im  Vorfeld war auch der Besuch an beiden Tagen recht ordentlich.

Vereinsorchester am Freitag

Am Freitag legte wie gewohnt das Vereinsorchester der veranstaltenden „Galgenbergfreunde“  – das sind rund 25 Musikerinnen und Musiker aus der Region - zum Festivalstart los. Bei bestem Wetter, denn die angesagten Gewitter zogen vorbei.

Walter Belge startete am Mikrofon und Gitarre, fast vier Stunden bot die „größte Coverband des Ostalbkreises“  eine perfekte Mischung aus alten und neuen Titeln, aus bekannten und nicht so bekannten Hits der Rock- und Popgeschichte. Eine bunte Mischung aus härterem Rock, aus Oldies der 1970er Jahre und leiseren Songs. Sie animierten schnell Teile der rund 1100 Besucher zum Tanzen und Mitsingen.

Axel Nagel sang und glänzte an der Gitarre, Bernd Weingart sang beeindruckend  „Mystify“ von INXS, Sonja Felkel den Titel „They call me the Breeze“ von J.J. Cale, „Flex“ Flechsler intonierte Carbonara – und freute sich über das mitsingende Publikum. Und Ralf Meiser, sonst Schulrektor und Gemeinderat, glänzte mit „Perfect Stranger“ von Deep Purple.  Und nach der Pause ging es ebenso weiter mit einer Vielzahl gut arrangierter Songs, mit glänzender Begleitung von beispielsweise Mathias Kehrle am Schlagzeug, Markus „Beppo“ Beyerler an der Gitarre, Jonny Schlipf am Bass, „Selle“ Hafner, „Flex“ Flechsler und vielen anderen an immer wieder anderen Instrumenten.

Was den Orchester-Abend am Galgenbergfestival ebenfalls ausmacht: Man trifft jede Menge alte Bekannte, Leute aus Schulzeiten oder den Besuchen im Jugendzentrum Mohren, man hält hier ein Schwätzchen, trinkt dort mit jemandem einen Schluck – und hat einen herrlichen Abend.

Drei Bands am Samstag

Im Schnitt ein Stück jünger waren die Besucher am Samstag. Und weniger. Was sich aber im Verlaufe des Abends – wieder bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen – noch ändern sollte. Gleich zu Beginn setzte die junge Band „Lilak“ um Sänger Tim Hunke und Keyboarder Niko Brauchle ein Achtungszeichen. Mit ihrem frischen abwechslungsreichen Stil aus Funk, Pop, Rock, Hip-Hop und weiteren Elementen in eigenen Songs mit deutschen Texten, beeindruckten sie nicht nur ihre Stammfans. Und kamen um Zugaben nicht herum. Wie sagte der begeisterte Moderator „Flex“ Flechsler: „Ihr müsst euch später erinnern, wo alles angefangen hat.“ Zweiter Act des Abends war „Red Hot'n Blues“ aus Heidenheim. Die Band um Sängerlegende Michael Kneule – übrigens beim 2. Galgenbergfestival 2003 schon mal dabei - beeindruckte mit ihrem Bluesrock, mit rockigen Stücken und jeder Menge Spielfreude. Neben der markanten und ausdrucksstarken Stimme von Kneule zeigten das der junge Gitarrist Christoph Leipold mit tollen Soli und Keyboarder Jens Hartmann zumeist in eigenen Stücken, aber auch in einigen Coverversionen. Auch sie wurden zur Zugabe „gezwungen“, die war eine Version von „Reach out and touch me“.

Richtig Bewegung kam mit dem Auftritt von Soul-Funk-Pop-Sänger Flo Mega und seiner Band „The Ruffcats“ ins Publikum. Die Tanzfläche füllte sich zusehends, in den hinteren Bankreihen standen viele auf, mitgerissen vom launigen Sound der Songs und der Show des Bremers, dessen Wurzeln im Hip-Hop liegen. Knapp zwei Stunden lang begeisterte er die Fans mit alten und neuen Songs, mit launigen Moderationen und teils tiefgründigen deutschen Texten. Die Besucher hatten jede Menge Spaß. Und auch er lobte die „tolle Veranstaltung der Galgenbergfreunde“.

Bilanz: Letztlich waren auch die Organisatoren von den Galgenbergfreunden mit dem 21. Festival einigermaßen zufrieden, nach „dem schlechtesten Vorverkauf vermutlich aller Zeiten“, wie manche am Freitag noch gesagt hatten.

„Lilak“ aus Ellwangen um Sänger Tim Hunke (Mitte) zeigten einen beeindruckenden Auftritt.
Das Festivalgelände am ehemaligen Gaskessel bietet bestes Ambiente für solche Veranstaltungen. Und das Wetter spielte mit.
Flo Mega und "The Ruffcats" brachten Funk und Soul.
Michael Kneule und seine Band spielten tollen Bluesrock.
Michael Kneule und seine Band "Red Hot´n Blues".
Flo Mega und Band.
Flo Mega brachte Bewegung ins Publikum.
Lilak beeindruckte mit ihrem Auftritt.
Axel Nagel.
Sonja Felkel, Erich Weissenburger und Axel Nagel in Spiellaune.
Lilak aus Ellwangen starteten in den Samstag.
Lilak aus Ellwangen beeindruckte bei ihrem Auftritt.

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