Gebremste Freude und die Fanta-4-App

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Vorsichtig optimistisch äußert sich City-Manager Skusa zu den neuen Corona-Regeln für den Handel.

Aalen. In Aalen freut man sich auf den kommenden Montag – zumindest für den Fall, dass ... : "Ich hätte nicht gedacht, dass die Politiker dies flächendeckend auf die Bahn bringen in Deutschland", sagt in einer ersten Einschätzung der Aalener City-Manager Reinhard Skusa, räumt aber ein: "So genau wissen wir es noch nicht, was gilt." Hintergrund: Vorgeschlagen ist, dass Einzelhändler wieder ihre Geschäfte öffnen dürfen, wenn der Corona-Inzidenzwert in einer Region unter 50 liegt. Bei Redaktionsschluss am Donnerstag war allerdings noch nicht klar, was eine "Region" ist: das Land Baden-Württemberg – mit einer Inzidenz über 50? Oder Landkreise, bei denen der Ostalbkreis mit 34 am Donnerstag deutlich unter den verlangten 50 liegt. "Wenn es fürs Land gilt, dann ist das suboptimal", so Skusa. Werde aber landkreisbezogen gemessen, "dann haben wir ein gemähtes Wiesle", so Skusa optimistisch. Im Land rechnet man damit, dass die Verordnung am Freitag oder Samstag öffentlich wird. "Wenn es gut läuft, können wir am Montag aufmachen: mit Beschränkungen, mit Abstandsregeln, mit Maskenpflicht, aber wir können aufmachen." Zudem habe er von Oberbürgermeister Thilo Rentschler die Zusage, dass Händler für den Fall, dass geöffnet werden kann, Waren im Außenbereich anbieten können. "Das wollen wir großzügig handhaben", bestätigt Stadtsprecherin Karin Haisch.

Doch selbst für den Fall, dass die Inzidenz des Landes den Ausschlag gibt, sieht Skusa eine Verbesserung zum Status quo. Denn für Regionen "Ü 50" gelte, dass Termineinkaufen möglich ist. Man vereinbart einen Termin und kann dann ins Geschäft. "Es steht ja nirgends, dass man von zuhause anrufen muss", fügt Skusa schlitzohrig hinzu.

Weiter als "traurig" bewertet Skusa die Situation für die Gastronomie. Dass die Gaststätten erst später öffnen können, "das ist der Wermutstropfen". Skusa setzt für die Gastronomen auf die "Luca"-App, eine App, mit der über einen QR-Code mithilfe eines Smartphones eine Kontaktdatenübermittlung für Gastgeber und ihre Gäste gelingen soll – und bei Bedarf, eine weniger aufwendige Nachverfolgung von Kontakten. Hinter "Luca" steckt ein Berliner Start up und eine Gruppe von und Künstlern, darunter auch die "Fanta Vier"-Musiker.

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