Gemeinderat berät über die Zukunft der Limesthermen

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ls die Stadtwerke das Außenbecken der Limesthermen Ende 2021 kurzzeitig schlossen, um Kosten zu sparen, hagelte es Kritik. Wie das Bad finanziert, saniert und entwickelt werden kann, soll ein neues Konzept klären. Der Gemeinderat berät darüber am Donners
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Weil das Kombibad Priorität hatte, wurde die Sanierung des Thermalbads verschoben. Was die Verwaltung nun vorschlägt.

Aalen

Wie soll die Zukunft des Thermalbads aussehen? Die Ausgangssituation ist nicht einfach: Die Sanierung wurde zunächst verschoben und zuerst ins Kombibad investiert. Wegen der Pandemie kommen weniger Badegäste in die Limesthermen. Als Ende 2021 die Stadtwerke das Außenbecken kurzzeitig schlossen, um Kosten zu sparen, hagelte es Kritik.

Konzept: Die Stadtverwaltung schlägt nun vor, eine „Sanierungs- und Zukunftskonzeption“ für die Limesthermen in Auftrag zu geben. Bauliche Ertüchtigung, konzeptionelle Weiterentwicklung und Finanzierungsgrundlage sollen Thema der Untersuchung sein. Die Stadtwerke sollen die Kosten für die Ausarbeitung des Konzepts übernehmen.

So steht es in der Vorlage für die kommende Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 17. Februar. Damit greift die Stadtverwaltung mehrere Anträge aus den Fraktionen und Zählgemeinschaften auf, die in den Haushaltsberatungen ein solches Konzept gefordert hatten.

Die Kannewischer Management AG hat bereits ein Bäderkonzept erstellt und 2017 vorgestellt. Im selben Jahr hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss zur Bäderkonzeption gefasst. Für die Limes-Thermen waren eine attraktivere Saunalandschaft und die Anbindung des Restaurants an den Badebereich vorgesehen. „Für diese Investitionsmaßnahmen wurden 10 Millionen Euro netto (11,9 Millionen Euro brutto) veranschlagt“, heißt es in der Vorlage.

Doch die Priorität setzten Verwaltung und Gemeinderat anschließend beim Projekt Kombibad. „Das Sanierungs- und Renovierungsprojekt Limesthermen wurde deshalb bislang nicht wie 2017 geplant vorangebracht“, schreibt die Verwaltung in der Sitzungsvorlage. Nun soll aufbauend auf dem alten Konzept, ein neues Konzept speziell für die Limesthermen erarbeitet werden. Die Verwaltung schlägt vor, wieder auf externe Unterstützung zurückzugreifen und zum Beispiel wieder das Büro Kannewischer zu beauftragen.

Öffnung: „Die Stadtwerke Aalen GmbH wird beauftragt, die Limesthermen Aalen im Jahr 2022, unter Einhaltung der infektionsschutzrechtlichen Vorgaben, zu öffnen“, lautet ein weiterer Beschlussantrag der Verwaltung. Stimmt der Gemeinderat dem am Donnerstag so zu, muss das Bad also geöffnet bleiben. Geschlossen werden darf es nur, wenn eine neue Corona-Verordnung das vorschreiben würde.

Finanzierung: Außerdem schlägt die Verwaltung vor, die Geschäftsführung der Stadtwerke damit zu beauftragen, ein Konzept zu erstellen, wie die Defizite in der Corona-Pandemie gedeckt werden können. Im Haushalt für 2022 sollen maximal 500 000 Euro bereitgestellt werden, die die Stadt für die Deckung des Defizits zuschießt. Ist das Konzept fertig, wird es laut Vorschlag der Verwaltung mit dem Gemeinderat abgestimmt.

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