Generationenübergreifender Protest fürs Klima

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Rund 400 Menschen zogen durch die Aalener Innenstadt.
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In Aalen beteiligen sich rund 400 Menschen an der weltweiten Aktion im Einsatz für das Weltklima.

Aalen. Anlässlich des weltweiten Klimastreiks haben sich am Freitag nach Angaben der Veranstalter nahezu 400 Menschen aus verschiedenen Aktionen und einfach interessierte Bürgerinnen und Bürger vor dem Aalener Rathaus versammelt. Es waren von Kindern bis zu Rentnern alle Altersklassen vertreten, viele hatten Schilder und Transparente dabei, vertreten waren Organisationen wie „Act“, „Omas for Future“, die Grünen und Gewerkschaften. Ihnen allen ist das Weltklima wichtig, wie sie deutlich zum Ausdruck brachten.

Um 14 Uhr strömen immer noch Menschen auf den Platz, Schülergruppen, Familien, Einzelpersonen allen Alters. Mitorganisatorin Amelie Konrad fordert die Menschen auf, näher zum Rednerplatz zu kommen – und die Maske aufzusetzen. Das erste Statement hält Winfried Tobias vom Klimabündnis. Der Klimawandel sei eine „planetarische Bedrohung“, und im Gegensatz zur Meinung einiger Politiker sagt er: „Der Markt wird es nicht Regeln“. Keine Partei habe genügend Maßnahmen in ihrem Programm, um dem Klimawandel entgegenzutreten. Reaktion: viele Pfiffe für die Politik. Aalen wolle bald klimaneutral werden, das sei ein erster wichtiger Schritt im Kleinen, „das muss weiter verfolgt werden“. Zur Wahl sagt er: „Eine Stimme, die nicht für den Klimaschutz abgegeben wird, ist gegen da Klima.“

Nach einer Vertreterin der „Psychologists for Future“ spricht Anita Miller für „Omas for Future“. Sie möchte ihren Enkeln und Urenkeln eine Welt hinterlassen, die noch lebenswert ist. „Wir müssen jetzt die Freiheit zukünftiger Generationen schützen für ein besseres Leben für alle“, sagt sie unter viel Beifall.

Pfarrer Bernhard Richter verweist auf 30 Millionen Menschen, die wegen des Klimawandels auf der Flucht sind. Jeder müsse sich Gedanken über seinen Alltag machen, muss zum Beispiel die Kreuzfahrt sein oder der Urlaubsflug in die große weite Welt. „Es gibt schnellstmöglich viel zu tun“, betonte er.

In eindrucksvollen Worten bringt Leni Klöckler ihre Gedanken zum Ausdruck. Sie empfinde Angst, Kinder in diese Welt zu setzen, Angst, dass Teile der Erde wie Venedig und Inseln im Pazifik oder Teile von Europa untergehen wegen steigenden Meeresspiegeln, und Wut, weil Politiker viel zu wenig tun und nicht in die Zukunft denken.

Dann machten sich die Menschen auf ihren Zug durch die Innenstadt, auf Kommando legten sich alle auf den Boden. Zurück am Rathaus gab es einen zweiten Redenblock von Vertretern von „Fridays for Future“ und Klimabündnis. Jürgen Eschenhorn

Rund 250 Menschen waren vor das Aalener Rathaus gekommen.
Rund 400 Menschen waren zur Klimademo gekommen. (Ich hab die Mutter der beiden Jungs um erlaubnis gefragt wg dem Foto)
Rund 400 Menschen zogen durch die Aalener Innenstadt.
Rund 400 Menschen waren vor das Aalener Rathaus gekommen. Winfried Tobias (rechts) vom Klimabündnis hielt ein Statement.

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