Geschichtsverein Aalen: Sperles Wochenschau digitalisiert

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Dr. Georg Wendt, Geschäftsführer des Geschichtsvereins.

Neue Angebote im neuen Vereinsjahr.

Aalen. Trotz der Einschränkungen durch die Coronapandemie hat das Interesse an den Veranstaltungen des Geschichtsvereins Aalen nicht nachgelassen. Das zeigte der gute Besuch der Hauptversammlung im Rathaus.

Zuerst gedachte die Versammlung der zwölf im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder. Als Vorsitzender wies Dekan i. R. Erich Haller in seinem Rückblick auf die erfreuliche Einbeziehung der Kocherburg-Initiative und der den Jenischen verpflichteten Leuten in Fachsenfeld hin. In seinem Rückblick hob Haller besonders die Exkursionen, wie nach Augsburg und Ludwigsburg, hervor.

Hohes Lob zollte er den Fortschritten bei den Ausgrabungen der Kocherburg und den Bemühungen der Fachsenfelder, anstelle des „Otta-Häusles“ einen kleinen Platz mit Infotafeln zu schaffen. Umfassender Dank galt dem rührigen Geschäftsführer des Vereins, Stadtarchivar Dr. Georg Wendt, für die informativen Internetfilme, die Stadtrundgänge und für sieben Beiträge für das nächste Jahrbuch.

Schatzmeister Roland Uhl erstattete den Bericht über die Finanzlage des 256 Mitglieder zählenden Vereins. Korrekte Arbeit bestätigte H. Traub, der zusammen mit Erich Sayer die Kasse geprüft hatte und dem Gesamtvorstand Entlastung erteilte. Als neue Beiräte wurden Hildegard Stehle und Franz Starz als Vertreter der Jenischen-Freunde in Fachsenfeld gewählt.

Interessante Veranstaltungen stellte Dr. Georg Wendt im neuen Jahresprogramm heraus. Unter anderem mit der Fortsetzung der Serie „Aalen im Zweiten Weltkrieg, „Aalen in den Sixties“, Vorträge über die Kelten, Schubart als Journalist. Dann Exkursionen nach Böhmen, Schwäbisch Hall und Obersontheim, Schubarts Geburtsort.

Ein besonderes Schmankerl zu werden verspricht die digitalisierte „Aalener Wochenschau“, die einst Emil Sperle als Stummfilm gedreht hatte. Hintergrund: In den 50-er Jahren lief die Aalener Wochenschau, die von Emil Sperle produziert wurde, im Vorprogramm der Kinos. Diese Bild- und Tondokumente wurden vom Kreismedienzentrum gemeinsam mit dem Stadtarchiv Aalen zusammengeschnitten, nachbearbeitet und auf DVD übertragen.

Zu sehen sind Ereignisse der Jahre 1950 bis 1957 – wie etwa der Bau des Senders auf dem Braunenberg, die Eröffnung des Autohofes Aalen, der Neubau der Berufsschule auf dem Galgenberg, der Empfang der Spätheimkehrer, der Wohnungsbau in Aalen, Bau und Einweihung der Stadthalle.

Wendt wies noch auf die möglichen Stadtführungen per Videoguide hin, die von ihm erarbeiteten Archivfindbücher und als besonderes Ereignis im nächsten Jahr hin: die 50-Jahr-Feier des Geschichtsvereins.

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