Gläubige feiern Gotteshaus

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Pfarrer Wolfgang Sedlmeier blickte beim Festgottesdienst vor Sankt Augustinus in der Triumphstadt auf die 50-jährige, bewegte Geschichte der St.-Augustinus-Kirche.

Sankt Augustinus in der Triumphstadt feierte 50-jähriges Bestehen. Warum Dankbarkeit über den Erhalt des Kirche zum Ausdruck kam.

Aalen

Eine Kirche, die so geliebt wird, kann man nicht abreißen". Dieser Ausspruch stammt von der Kirchengemeinderätin Maria Esseling.

Sie wurde wie einige weitere "Altkirchengemeinderäte" von Pfarrer Wolfgang Sedlmeier beim Festgottesdienst mit Dankbarkeit verabschiedet.

"Sie haben es mit mir nicht leicht gehabt, aber Einsatz hat sich gelohnt", sagte der Geistliche.

Bläser und eine Schola unter Leitung von Ralph Häcker umrahmten den gut besuchten Gottesdienst musikalisch. "Kein Stein wird auf dem anderen bleiben", hieß es in der Lesung aus dem Markus-Evangelium. Pfarrer Sedlmeier stellte diese Worte ins Zentrum seiner Predigt und brachte sie in Zusammenhang mit dem zurückliegenden Kampf um den Erhalt der St. Augustinus-Kirche. Hunderte von Kirchen seien in den letzten 20 Jahren in der Diözese abgerissen worden. "Auch diese Kirche ist überflüssig", so habe der Tenor gelautet.

Diese Kirche ist uns wichtig und an diesem Ort soll es weitergehen.

Wolfgang Stedlmeier Pfarrer

Im Widerspruch dazu hätten Christen gesagt: "Diese Kirche ist uns wichtig und an diesem Ort soll es weitergehen." Man habe in der Mitmachkirche die Türen weit geöffnet und durch Kooperationen sei Gemeinschaft gefestigt worden nach dem Geist Jesu Christi: "Baue meine Kirche wieder auf." Hier am Ort sei Prophetisches passiert, fuhr Sedlmeier fort. Kirche gehe dann zu Ende, wenn sie rein der Logik des Geldes und dem Aufkommen der Kirchensteuer folge. Der Geist des gemeinsamen Anpackens und offener Türen möge auch weiterhin alle erfassen. "Wir brauchen euch alle", rief der Geistliche dem Gottesvolk zu: "Eine Kirche aus lebendigen Steinen."

Dr. Bernd Kinzl, Initiator der Mitmachkirche, beleuchtete "die schwere Geburt" der Kirche, als man Probleme mit der Statik zu bewältigen hatte. Das Fundament, das gesetzt wurde, sei auch im Kampf um den Erhalt sichtbar geworden. "Immer haben Menschen daran gearbeitet", sagte Kinzl. Im Anschluss und nach einem Grußwort von Pfarrer Bernhard Richter wurde ein restauriertes Feldkreuz der Familien Weng/Seibold am Eingang des Gotteshauses gesegnet. Beim Beisammensein konnte man die Chronik studieren und in Wort und Bild 50 Jahre Augustinus-Kirche betrachten.

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