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Bei „Klimanot(e)“ traten verschiedene Ensembles auf, im Bild das Blechbläserensemble der städtischen Musikschule.

Das Theater Aalen ist Gastgeber für ein Konzert der städtischen Musikschule.

Aalen. Fast wie früher. Es ist Freitagabend, die Sonne scheint und man geht mit der Familie und Freunden in ein Konzert. Schön, dass das zumindest ansatzweise wieder möglich ist.

Im Theater der Stadt Aalen im neuen KubAA konnte Intendant Tonio Kleinknecht endlich wieder Gäste begrüßen, die sich ein Konzert der Musikschule Aalen nicht entgehen lassen wollten. In der Reihe „Planet der Herzen“ spielten, tanzten und musizierten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer ein besonderes musikalisches Ereignis.

„KlimaNot(e)“, so der Titel, möchten auf die Not unseres Planeten hinweisen, der so viel Schönes und Buntes, so viel Fülle an Ideen und Inspiration hervorbringt. Genauso war auch das Programm. Reichhaltige Klänge, vielschichtige Stilrichtungen sowie Akteure, deren Spielfreude man nicht nur hören, sondern geradezu spüren konnte. Da musste etwas hinaus, wollte sich Luft verschaffen, statt im stillen Kämmerlein ungehört im Nichts zu verhallen.

Über 20 Musikerinnen, Musiker und Tänzerinnen geben vor der Theatertribüne ein beeindruckendes und in sich stimmiges Bild von unserem Planeten wieder, das mit musikalischer Individualität und Ausdrucksstärke ein breitgefächertes Repertoire vom Barock bis in die Gegenwart ins Rampenlicht stellte.

Mit der „Ankunft der Königin von Sheba“ aus „Salomon“ von Georg Friedrich Händel, gespielt vom Blechbläserensemble, bis zum Finale mit dem Jazz Quintett und „Summertime“ von Georg Gershwin, konnte Philipp Dürschmied vom Theater der Stadt Aalen als Moderator ein Potpourri von Klezmer, Klassik, Jazz und vielem mehr präsentieren. Alt-Saxofone, Klavier, Gitarren, Percussion und Kontrabass. Klarinette Trompete, Horn, Tuba und Violine - wurden gezupft, gestrichen, geschlagen und geblasen.

Horst Franke schien regelrecht am Klavier zu tanzen, während er mit Ute Geiger-Ruth“ Angel Eyes“ zum Besten gab. Mattheo Konrad und Ludwig Behr begeistern mit „Face2Face“ als Percussion-Duo und mussten wegen des großen Beifalls nochmal nach vorne geholt werden, nachdem sie sich bereits verabschiedet hatten.

Auch die vier Balletteleven, Antonia Häcker, Hannah Miller, Rebekka Miller und Annika Muras ernten das Brot des Künstlers zu genüge mit ihrer Performance „Klimawandel“ von Olafur Arnalds.

Mal melancholisch, mal wild. Unberechenbar und frei, unnachgiebig, kontrastreich und mitunter nicht vorherzusagen – so gestaltet sich nicht nur das Klima auf unserem Planeten, sondern so erlebten auch die Zuschauer dieses seit langem überfällige Konzert, das von allen Teilnehmenden zu einem globalen Musikgenuss verarbeitet und dargeboten wurde. glo

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