Gottesdienst am Denkmal Johanneskirche

  • Weitere
    schließen
+
Die Johanneskirche in Aalen war am Tag des Denkmals Ort für einen Gottesdienst im Grünen.

Evangelische feiern am Tag des offenen Denkmals einen Gottesdienst bei Aalens ältester Kirche.

Aalen. "In dem Jahr, in dem es keine Reichsstädter Tage gibt, haben wir trotzdem Grund zum Feiern", sagte Pfarrer Bernhard Richter bei seiner Begrüßung beim Gottesdienst im Grünen hinter der Johanneskirche.

Rund 150 Gläubige hatten sich zu diesem Gottesdienst versammelt, der aus Anlass des Tages des offenen Denkmals genau dort stattfand, wo das älteste Gebäude der Stadt steht und ein besonderes Denkmal darstellt.

"Deutsche Geschichte sind nicht nur zwölf Jahre Nazi-Herrschaft", sagte Richter im Blick auf die vielen Denkmäler in der Region. Es gehöre für ihn auch zu einer guten Erinnerungskultur, wenn man diese Gebäude pflege und bewahre – auch in Hochachtung vor denen, die oft über mehrere Generationen so ein Gebäude errichtet haben.

Im übertragenen Sinne sei es im Glauben genauso wichtig wie bei jedem anderen Bau auch, dass ein gutes Fundament trägt. "Christus hat in unserem Leben mit seinem Wort, seinem Sterben und Auferstehen ein solch stabiles Fundament gelegt", sagte der Pfarrer. Auf eine solche Grundlage gelte es, aufzubauen, und auch mit dafür Sorge zu tragen, dass andere, denen das Fundament entzogen worden sei, auch wieder Boden unter die Füße bekämen. Richter erinnerte in diesem Zusammenhang an das Flüchtlingselend auf Lesbos.

Der Posaunenchor des CVJM Aalen unter Leitung von Wolfgang Böttiger sorgte für die musikalische Ausgestaltung der Feier. Im Anschluss erklärte Elisabeth Keiner alles Wissenswerte zum "Kirchle", wie die profunde Kennerin die Johanneskirche zu bezeichnen pflegt.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL