Grandioser Auftritt der Bergkapelle

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Das Frühjahrskonzert 2022 der SHW Bergkapelle in der Aalener Stadthalle.
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Mit einem umfangreichen musikalischen Potpourri und Sopranistin Silke Schrape als gesangliches Sahnehäubchen obendrauf, begeisterten die Musikerinnen und Musiker in der Stadthalle.

Aalen

Von fröhlich-heiter bis traurig-melancholisch gab es am Sonntag die ganze Bandbreite beim Konzert der SHW-Bergkapelle in der Aalener Stadthalle. Wie bei jedem Verein, der die vergangenen zwei Jahre keine Veranstaltungen durchführen konnte, freute sich die Bergkapelle unter der Leitung von Günter Martin Korst darauf, endlich wieder auftreten zu dürfen.

Normalerweise findet das Konzert am Dreikönigstag statt, aber in guter Hoffnung haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, den Termin wenigstens auf den Wonnemonat Mai zu verlegen. Und das wurde auch belohnt. Zwar waren noch Plätze in der Stadthalle unbesetzt, doch das lag wahrscheinlich an den sommerlichen Temperaturen.

Ganz besonderer Leckerbissen

Alfons Hug in seiner Funktion als Moderator begrüßte die Gäste und führte durch das Programm. „All we need is love“, so der Titel des Konzerts hätte nicht passender gewählt sein können. So vielschichtig wie die Liebe, so umfangreich das Repertoire, dass die Musikerinnen und Musiker für ihren Auftritt einstudiert hatten.

Und einen ganz besonderen Leckerbissen gesanglicher Art haben sich die Wasseralfinger zur Ergänzung geholt. Silke Schrape, die klassischen Sologesang studiert hat, mehrere Meisterkurse besuchte, selbst doziert und auf der ganzen Welt mit Sologesang unterwegs ist, hat am Sonntag bei Stücken von Mozart, George Gershwin und Friedrich Hollaender brilliert.

Mit dem Einzug der Gäste auf der Wartburg aus der Oper Tannhäuser von Richard Wagner startete die SHW-Bergkapelle und unterstrich dabei ihre Virtuosität in sämtlichen Musikgenre. Einfach grandios. Es folgte das Märchen und Weltdrama „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier sang Silke Schrape mit „Ach ich fühl`s“ sehr einfühlsam mit ihrer Sopranstimme und auch bei der anschließenden Kavatine der Gräfin „Porgi Amor“, ebenfalls von Mozart, begeistert Schrape das Publikum.

Wie eine Befreiung kann man die momentane Aufbruchsstimmung in der Kulturszene beobachten. Dazu passend hieß dann auch die Konzertsuite „Deliverance“ von Etienne Crausatz, gefolgt von zwei Stücken George Gershwins, bei der Silke Schrape ein weiteres Mal ihre facettenreiche Sangeskunst zum Ausdruck brachte. So heiß wie in der „Serengeti“ war es am Sonntag zwar nicht, was vielleicht an dem Seemannshanty „Wellerman“ lag.

Nach der Pause hat das Jugendorchester diese beiden Kompositionen in beeindruckender Weise gespielt, denn wie das Publikum von Alfons Hug erfahren hat, mussten die jungen Musikerinnen und Musiker in leicht dezimierter Besetzung auftreten. Als Zugabe gab's anschließend „Sweet Caroline“ von Neil Diamond, ehe das aktive Orchester zum Endspurt ansetzte und mit „Merry Music“ auf den Jahrmarkt entführte.

Sopranistin Schrape fragt sich im Anschluss „Ich weiß nicht zu wem ich gehöre“ und gibt zu „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ aus dem Film „Der blaue Engel“. Mit „Songs from the States“ beenden die musikalischen Bergmänner ihr grandioses Konzert, jedoch nicht ohne Zugabe.

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