Großbaustelle B29: Es wird teurer als geplant

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Die beiden neuen Kreisel und die Brücken über die B29 und die Bahnstrecke bei Essingen sind freigegeben.
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Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt werden vergeben. Wie sich die weltweite Krisensituation auf den Straßenbau zwischen Aalen und Essingen auswirkt.

Aalen

Wieder ist eine Etappe des vierspurigen Ausbaus der B29 geschafft: Am Anschluss Essingen ist der Verkehr inzwischen auf die neu gebauten Streckenabschnitte der Bundesstraße umgelegt. Für den zweiten Bauabschnitt werden gerade die Aufträge vergeben. Fest steht schon jetzt: Es wird teurer als geplant.

Der aktuelle Stand: Die Brückenbauwerke über die neue B29 und über die Bahn sind weitgehend fertig. Seit 4. September sind sie für den Verkehr freigegeben. Aus Richtung Aalen kann die Anschlussstelle Essingen allerdings noch nicht direkt angefahren werden, informiert das Regierungspräsidium auf Anfrage. Hier beginnen zurzeit die Bauarbeiten im Bereich der Auffahrrampe an der Tankstelle.

Verkehrsführung: Aus Richtung Aalen kommend wird der Verkehr in Fahrtrichtung Essingen und Forst über die L 1165 und den neuen Kreisel Stockert (Gewerbegebiet Daimlerstraße) geführt. Zurzeit konzentrieren sich die Bauarbeiten auf den Bereich an der Tankstelle und am Go-Ahead-Wartungsstützpunkt, nördlich der B29. Den Kreisel Blümle baut die Gemeinde Essingen fertig, zudem wird die Landesstraße 1165 saniert.

Alle diese Arbeiten gehören zum sogenannten Bauabschnitt eins. Er umfasst etwa 1,2 Kilometer zwischen der Gärtnerei Welzel und dem Essinger Bahnhof. Die Kosten sind mit rund 22 Millionen Euro brutto veranschlagt.

Der zweite Bauabschnitt: Er ist knapp 2,4 Kilometer lang und reicht vom Essinger Bahnhof bis etwa in Höhe der Spedition Brucker. Zurzeit läuft dafür das sogenannte Vergabeverfahren. Das bedeutet: Bauaufträge werden erteilt an die jeweils günstigsten Bieter. Dieses Verfahren soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, erwartet die Behörde aus Stuttgart. Somit läge man also im Plan. Der erste Baggerbiss könnte dann, wie vorgesehen, im Frühjahr 2023 über die Bühne gehen. Voraussichtliches Ende der Bauzeit ist im Dezember 2025 – also ein Jahr später als geplant. Bauleiter Frank Engelhart hatte im Frühjahr im Gemeinderat erläutert, man hoffe, „bei der Bauzeit ein bisschen wieder rauszukitzeln“, weil man die Vorschüttung der Lobo-Brücke und den Bau der Gabionenwand in dem Bereich vorgezogen habe.

Kosten: Wegen der weltweiten politischen Krisensituation sind die Kosten für Baustoffe auf hohem Niveau oder steigen sogar noch weiter. Auch für die Großbaustelle B29 hat das Folgen: „Die voraussichtlichen Kosten für den zweiten Bauabschnitt liegen über den bislang veranschlagten Kosten in Höhe von 30 Millionen Euro brutto“, heißt es jetzt auf SchwäPo-Anfrage aus dem Regierungspräsidium.  Konkret beziffern könne man das zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht,  weil das Vergabeverfahren noch laufe.

Im Vordergrund ist die neue Anschlussstelle der B29 bei Essingen zu sehen.

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