Großer Andrang auch bei kleineren Geschäften

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Auch im Schuhstadel in Aalen können Kundinnen und Kunden seit Montag wieder Ware vor Ort kaufen.
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Wie sich das Einkaufsverhalten der Kundinnen und Kunden nach den Öffnungen verändert hat.

Aalen. Einzelhändler haben seit Anfang dieser Woche wieder die Türen für ihre Kundinnen und Kunden geöffnet. Auch in Aalen sorgt das für deutlich stärker frequentierte Straßen und Fußgängerzonen. Das bestätigen auch die Einzelhändler in Aalen. Die SchwäPo hat bei Geschäften in der Aalener Innenstadt nachgefragt, ob sich das Einkaufsverhalten der Kunden verändert hat. Eine Auswahl.

Haushaltswaren Mayer: Jürgen Mayer, Chef von Haushaltswaren Mayer, ist froh, dass er nun neben seiner Abteilung mit Baby-Artikeln wieder seine komplette Verkaufsfläche öffnen darf. "Die Kunden freuen sich, endlich wieder einkaufen zu dürfen", berichtet er. Was er allerdings beobachtet hat ist, dass die Kunden gezielter einkaufen. "Die klassischen Bummler gibt es so gut wie nicht mehr. Die Kunden, die hier einkaufen gehen, wissen ganz genau was sie wollen", sagt er. Erleichtert sei er, dass die meisten Leute drauf gewartet haben, dass die Geschäfte öffnen und nicht online eingekauft haben.

Schuhstadel: Das kann auch Martin Sachse vom Schuhstadel in Aalen bestätigen. "Unsere Stammkunden sind alle wieder gekommen", sagt er. Die ersten zwei Tage seien sehr gut von den Kunden angenommen worden. Tiefer in den Geldbeutel greifen die Kundinnen und Kunden nun auch wieder. "Die Preisklasse spielt zur Zeit eher eine untergeordnete Rolle. Während des Lockdowns konnte ja auch weniger Geld ausgegeben werden", sagt er. Was er allerdings spürt: Die Gastronomie fehlt in der Stadt. "Wir Einzelhändler sind ja eigentlich in einer Symbiose mit der Gastronomie und diese Laufkundschaft fehlt uns", sagt er.

Kindermode Brenner: Das spürt auch Sonja Brenner vom Modegeschäft Kindermode Brenner in Aalen. "Impulskäufe gibt es eher weniger", sagt sie. Wie Jürgen Mayer hat auch sie die Erfahrung gemacht, dass viel gezielter eingekauft wird. "Wir sind froh, dass wir jetzt endlich wieder für unsere Kunden da sein dürfen", sagt sie.

Musika: So geht es auch Armin Abele vom Musikgeschäft Musika in Aalen. "Ich freue mich riesig, wieder öffnen zu dürfen", sagt er. Es sei so schön, wieder die fröhlichen Kunden zu sehen, und dass die Innenstadt nun auch wieder mit Leben gefüllt sei.

Vor allem große Artikel verkaufe der Inhaber nun wieder. "Instrumente und große Anschaffungen kaufen die Kundinnen und Kunden zur Zeit vermehrt ein", sagt er. Kleinere Anschaffungen wie Noten oder Zubehör für Instrumente wurden sicherlich während der Schließung der Geschäfte online gekauft, wie Abele sagt. "Bei größeren Investitionen im fünfstelligen Bereich nehmen die Kunden allerdings gerne den Service der Beratung in Anspruch, den sie hier vor Ort bekommen", sagt Abele. Außerdem habe er beobachtet, dass trotz der Öffnungen alle Kunden sehr verantwortungsvoll mit den Corona-Maßnahmen umgehen. "Die Abstände werden eingehalten und jeder trägt einen Mund-Nasen-Schutz", betont er.

Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 darf der Einzelhandel öffnen. Aktuell (Stand: 10. März) liegt die 7-Tage-Inzidenz im Ostalbkreis bei 40.

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