Grüne stellen eigenes Mobilitätskonzept vor

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Das sind die Positionen zur Brenzbahn und zu einem weiteren Albaufstieg.

Aalen. Die Grünen haben das gemeinsame Vorgehen der Kreise Heidenheim und Ostalb sowie der Städte und Gemeinden Aalen, Heidenheim, Oberkochen und Königsbronn gelobt, aber das vorliegende erste Mobilitätskonzept als zu unkonkret und nicht nachhaltig genug bezeichnet. Die Partei hat nun ein eigenes, "grünes Mobilitätskonzept" vorgelegt.

"Wir freuen, uns dass die Diskussion über die Mobilität der Zukunft Fahrt aufnimmt", sagt Volker Grab, Fraktionsvorsitzender der Partei im Kreistag. "Ohne enge Bindung an das Land wird das Konzept jedoch nur Stückwerk bleiben." Die Landesregierung mit dem grünen Verkehrsminister Winfried Hermann müsse ein wichtiger Partner des Pakts werden. Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp, unter deren Leitung das grüne Konzept entstanden ist, erklärt: "Das vorliegende Positionspapier kann nur ein Anfang sein."

Die Grünen stören sich an einigen Formulierungen und den Prioritäten des Konzepts. So könne man das Papier dahingehend interpretieren, zwischen Aalen und Heidenheim neue Wohn- und Gewerbegebiete ausweisen zu wollen. "Das sind für den grünen Hinterkopf natürlich schwierige Szenarien", so Stumpp. Sie, Grab und Martin Grath, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Kreis Heidenheim, fordern deshalb einerseits, das Konzept zu konkretisieren und mit aktuellen Daten zu unterfüttern. Andererseits sprechen sie sich dafür aus, den Ausbau sowie die Elektrifizierung der Brenzbahn zu priorisieren. "Sie muss gemeinsam mit dem weiteren Bahnverkehr das Rückgrat des Mobilitätskonzepts bilden", erklärt Stumpp. Alle Verkehrsmittel müssten miteinander verbunden werden. Statt neue Baugebiete auszuweisen, sollen bestehende Brachen entwickelt werden.

Überdies wollen die Grünen Gedankenspiele um einen weiteren Albaufstieg zwischen Oberkochen und Königsbronn ad acta legen. Diese Idee sei bereits vor 15 Jahren politisch nicht durchsetzbar gewesen, erklärt Stumpp. Ein weiterer Anschluss führe zudem zu einer stärkeren Verkehrsbelastung der B19 und der Kommunen, so Werner Glatzle von den Grünen in Königsbronn.

Das eigene Konzept sehen die Grünen als "nicht abschließend" an, sondern wollen es als Diskussionsgrundlage verstanden wissen.

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