Grünes Licht für Aalener Jugendrat

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Mit einem Jugendgemeinderat bekommt die Stadt Aalen ein neues kommunalpolitisches Forum.
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Aalener Gemeinderat einstimmig für Jugendgemeinderat. Welche Bedenken und Anregungen es gibt.

Aalen. Jetzt ist es amtlich: Aalen bekommt einen Jugendgemeinderat. Das Gremium soll sich nach Jugendforen und Wahlen im Januar 2023 konstituieren. Mit überwältigender Mehrheit - bei ausschließlich einer Enthaltung - hat der Aalener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für die Einrichtung eines kommunalpolitischen Jugendgremiums gestimmt.

Entgegen der Vorberatung im Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats (KBFA) signalisierte nun auch die Fraktion der Freien Wähler grünes Licht für den Jugendgemeinderat. Bernhard Ritter erläuterte diese Kehrtwende folgendermaßen: In der Vorberatung habe seine Fraktion keine Zustimmung abgegeben, weil „unsere Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen gezeigt haben, dass die Jugendlichen in der Regel für ihre Vorhaben und die Umsetzung ihrer Ideen keinen Vorlauf und keine Struktur brauchen. Allerdings brauchen sie jemanden, der ihnen zuhört und ihnen die Möglichkeit zur Entfaltung gibt“. Doch nachdem die FW-Fraktion festgestellt habe, dass ihre Einstellung von der Ratsmehrheit anders bewertet wird, und nachdem Jugendarbeit eine Herzenssache der FW-Fraktion sei, stimme man nun zu.

Dr. Frank Gläser (AfD) hätte sich wie die FW, eine andere Struktur vorgestellt. „Ich möchte im Jugendgemeinderat ungern die als tonangebend wiedersehen, die mich auf der Straße als Faschisten beschimpfen.“ Doch auch die AfD stimme zu.

Arian Kriesch (FDP/FW) blieb mit seinem Beschlussantrag erfolglos, öffentliche Sitzungen des Jugendgemeinderats künftig über eine Internetplattform live zu streamen, um sie einer breiten Öffentlichkeit zugängig zu machen. Nur fünf Gemeinderäte stimmten zu, einer enthielt sich. Ebenso lehnte die Ratsmehrheit Krieschs zweiten Antrag ab, die Ergebnisse des Jugendgemeinderats auf Social Media bekannt zu machen.

OB Frederick Brütting verwies an die Vorberatung im Ausschuss. Demnach sei man so verblieben, dass die Mitglieder des künftigen Jugendgemeinderats darüber selbst entscheiden sollen. 

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