„Grüß Gott“ für Pfarrer Seelan

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Begrüßungsgottesdienst für Pfarrvikar Arul Thanaseelan (Mitte) in der Salvatorkirche. Pfarrer Wolfgang Sedlmaier (links vom Altar) betonte, dass es eine Freude sei, dass mit ihm die Stelle nahtlos habe besetzt werden können.
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Mit einem Gottesdienst und einem Stehempfang wird Pfarrer Arul Thanaseelan aus dem indischen Bundesstaat Tamilnadu in Aalen begrüßt.

Aalen

Nahtlos kann die Pfarrvikarsstelle der katholischen Seelsorgeeinheit Aalen nach der Abberufung von Pater Shiju Mathew wieder besetzt werden. Mit einem Gottesdienst wurde am Sonntag sein Nachfolger Pfarrer Seelan in der Salvatorkirche begrüßt.

„Wir sind froh, dass es so schnell gegangen ist und du schon da bist“, sagte Pfarrer Wolfgang Sedlmeier an Pfarrer Arul Thanaseelan gerichtet, wie er mit ganzem Namen heißt. Normal dauere es länger. Die Gemeinde in der voll besetzten Kirche – unter Einhaltung der Abstandsregeln – begrüßte Pfarrer Seelan dann mit einem herzlichen Beifall.

Nach der Lesung aus dem Evangelium des Johannes über den Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten hielt Pfarrer Seelan seine Predigt.

Man komme in seinem Leben oft an Punkte, wo man alte Muster aufgeben müsse, Veränderungen annehmen und vollführen müsse, so wie eben die Israeliten nach ihrer Flucht aus Ägypten. Sie mussten sich selbst versorgen, trauerten aber zunächst der sicheren Versorgung in der Sklaverei nach. Den Christen schickte dann Jesus eine Veränderung in Form der Eucharistie, sagte der Pfarrvikar, Jesus wollte eine Änderung der Gedanken und Einstellung zur Kirche. Damit hätte er Anstöße zu einer neuen Art gegeben, wie sich die Menschen untereinander verhalten sollten.

Dann kam Pfarrer Seelan auf die Veränderungen in seinem eigenen Leben zu sprechen. Die Versetzung nach Aalen sei eine Veränderung, die er gerne annehme. Er wolle mit den Menschen ins Gespräch kommen, mit offenem Herzen Beziehungen aufbauen und von ihnen lernen, mit ihnen Freude und Glück seines Glaubens teilen.

Er erzählte, er sei in Indien geboren und zum Glauben gekommen. Vor vier Jahren sei er nach Deutschland in die Diözese Rottenburg-Stuttgart gekommen, habe in zehn Monaten Deutsch gelernt und nach Stationen in Bad Dietzenbach und Langenargen sei er jetzt nach Aalen versetzt worden. Er freue sich auf diese Veränderung in seinem Leben.

Nach dem Brotbrechen folgten Begrüßungsworte von Wolfgang Reichardt als Vertreter der Gesamtkirchengemeinde. Der neue Pfarrvikar sei ein starkes Zeichen für das Zusammenwachsen der verschiedenen katholischen Gemeinden in Aalen. Er überreichte dem neuen Pfarrer einen Geschenkkorb mit indischen Spezialitäten.

Als Vertreter der tamilischen Christen begrüßte „Viktor“, wie er von allen genannt wird, den Pfarrer in seiner Heimatsprache. Zum Abschluss des Gottesdienstes sang der Jugendbeauftragte der Seelsorgeeinheit, Martin Kronberger, zusammen mit der Gemeinde das Lied mit dem Titel: „Es ist gut, dass du da bist“.

Anschließend gab es bei einem Stehempfang die Möglichkeit, mit Pfarrer Seelen ins Gespräch zu kommen.

Wir sind froh, dass es so schnell gegangen ist und du schon da bist.“

Wolfgang Sedlmeier, Leitender Pfarrer

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