Halbzeit: Hans-Peter Webers Abenteuer durch Norwegen

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Tag 8: Hans-Peter Weber bei der Überfahrt nach Hamar auf die andere Seite des Mjösasees. Dort geht der Pilgerweg weiter, Rund 200 Kilometer lagen dort hinter ihm.
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Der frühere VR-Bank-Chef Hans-Peter Weber ist auf dem Olavsweg in Norwegen unterwegs. Was er bisher erlebt hat.

Aalen

Zwei Wochen – so lange ist Hans-Peter Weber schon auf seiner Pilgerreise durch Norwegen unterwegs. Der ehemalige Vorstandschef der VR-Bank Ostalb hat ein Ziel: 653 Kilometer und 15 000 Höhenmeter auf dem Olavsweg.

Am Sonntag, 26. Juli, ist er in Oslo gestartet. Am Mittwoch, 26. August, will er den Nidarosdom in Trondheim erreichen.

16 von den 32 geplanten Etappen hat Hans-Peter Weber bereits geschafft. Es ist also Halbzeit. Seine Familie hält er mit Nachrichten via WhatsApp auf dem Laufenden – eine Kopie gibt's auch immer für die SchwäPo. Alle zwei bis drei Tage schickt er ein "Lebenszeichen". Im Anhang meistens bis zu 40 Bilder, auf denen er die Eindrücke festhält.

Abenteuerliche Nächte

Beim Start seiner Pilgertour musste Hans-Peter Weber matschige Pfade und nasse Kleidung in Kauf nehmen. Aber davon lässt sich der Pilger nicht abbringen. Ob Schweiß oder Regen, nass werde man ja sowieso, berichtet er.

Das Abenteuer begann schon in der ersten Nacht: Die Unterkunft war geschlossen. "Außer mir war niemand da und auch niemand erreichbar. So habe ich dann unter einem offenen Partyzelt im Schlafsack auf einem Tisch übernachtet."

Ein drei Kilo schweres Paket mit überschüssiger Ausrüstung hat Hans-Peter Weber bereits am fünften Pilgertag zurück in die Heimat geschickt. Sein neues Motto: "Wenn ich bei Regen net viel anhab, wird au net viel nass!"

Heut hat's ehrlich a bissle g'schlaucht.

Hans-Peter Weber Pilger aus Aalen

Nette Begegnungen

Eine Autofahrerin hatte Mitleid mit dem Wandersmann. Sie hatte ihm angeboten, ihn bei dem Regen mitzunehmen. "So sind die Menschen hier halt", schreibt Hans-Peter Weber.

Unterwegs trifft er immer wieder auch auf Gleichgesinnte. Ein Ehepaar – "jenseits der Siebzig" – ist ihm auf einer abenteuerlichen Etappe begegnet – "mit zweirädrigen Rucksacktrollis", erzählt er. "Wenn ich geahnt hätte, was kommt, hätt ich sie jedenfalls vom Weitergehen abgehalten; aber vielleicht kam auch bei denen bald diese Einsicht?"

Viele Unterkünfte auf dem Weg haben geschlossen. Davon berichtet Weber immer wieder. Ständig muss er sich neue Schlafplätze suchen. "Den Leuten ist das mit den Corona-Auflagen zu viel." In seiner letzten Nachricht vor diesem Halbzeit-Wochenende berichtet der Wandersmann, dass er sich deshalb schon am Vortag ein Zimmer reserviert hat: "So habe ich eine gute Unterkunft auf einem Bauernhof."

Immer auf dem neuesten Stand

Auf www.schwaepo.de/1910564 wird der Erlebnisbericht über Hans-Peter Webers Pilgerreise fortlaufend mit neuen Bildern aktualisiert.

Immer gut gelaunt: Hans-Peter Weber schickt "Selfies".
Vesperzeit bei herrlichem Sonnenschein.
Der Schlafplatz in der ersten Nacht war ein Tisch.

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