Hallenbad ab Montag für Schulschwimmen wieder offen

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Gremium will, dass Schulschwimmen möglich ist. Stadtwerke und Stadt haben jetzt entschieden.

Aalen. Im Teil-Lockdown ist Aalens Hallenbad wieder geschlossen worden. Schwimmtraining und vor allem Schulschwimmen sind daher derzeit dort nicht möglich. Der Ausschuss für Kultur, Bildung und Finanzen hat sich am Mittwoch mit der Anfrage befasst, ob Schulschwimmen wieder ermöglicht werden soll. Hierzu war Stadtwerke-Chef Christoph Trautmann ins Gremium gebeten worden. Rein aus technischer Sicht und auch hinsichtlich der Corona-Verordnung des Landes sei Schulschwimmen möglich, sagte er. Jedoch seien Heizung, Umwälzanlage und andere technische Anlagen derzeit heruntergefahren, um Energiekosten einzusparen. Personal sei in Kurzarbeit.

OB Thilo Rentschler wollte das Gremium für eine Entscheidung über Schulschwimmen mit ins Boot holen. Es sei wichtig, dass Kinder schwimmen lernten, sagte er. "Lassen Sie uns das gleich entscheiden", bat er.

Vergebens. Der Ausschuss wollte keine Entscheidung fällen. Inge Birkhold (CDU) sagte, dass zunächst das Gesundheitsamt darüber informieren müsste, ob Schulschwimmen tatsächlich machbar sei und wie dies laufen könne. Ralf Meiser (Grüne) forderte eine schnelle Lösung und befand, dass die Stadtverwaltung diese Entscheidung treffen müsse. Es müssten die Kosten dargelegt werden und dann könne der Gemeinderat entscheiden, aber nicht der Ausschuss, befand für die SPD Hermann Schludi.

Thomas Rühl (Freie) findet angesichts drohender Kosten: "Einen Monat geht das auch ohne Schulschwimmen." Norbert Rehm wundert sich, weshalb die Stadtwerke das Bad überhaupt geschlossen haben, "ohne uns zu fragen". Das Land gebe klar vor, dass Unterricht weiterlaufen solle, auch Schulschwimmen. "Wenn wir öffnen, tun wir nur das, was das Land von uns verlangt", sagte er.

Die Entscheidung gab das Gremium an den Gemeinderat weiter, der danach tagte. Dort waren die Wortbeiträge der Mitglieder fast gleichlautend. Dr. Thomas Battran (Grüne) antwortete auf Rühls Bemerkung, das Schulschwimmen sei de facto seit März ausgefallen. Es gehe nicht nur um vier Wochen.

Das Gremium beschloss, die Stadtwerke sollten ihre Einnahmenverluste beziffern, die sie haben, wenn das Bad ausschließlich fürs Schulschwimmen geöffnet werde. Man ging davon aus, dass es um eine nicht allzu große Summe gehe und legte die Entscheidung in die Hand des OBs, damit keine weitere Verzögerung entsteht. Nur Thomas Rühl (Freie) stimmte dagegen.

Am Donnerstagnachmittag dann die Mitteilung der Stadtwerke: Aalener Hallenbad und Lehrschwimmbecken Ebnat werden ab Montag wieder für den Schulsport geöffnet, darauf haben sich Stadtwerke und Stadt geeinigt. Die Stadt wolle sich an den Einnahmeausfällen angemessen finanziell beteiligen.

mas/mam

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