„Hallers Schaffen ist immer Gottesdienst“

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Gruppenbild mit Kantor Thomas Haller - gerahmt von der Geistlichkeit und Vertretern des Netzwerks Kirchenmusik.
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Kirchenmusikdirektor Thomas Haller wird für 25 Jahre in Aalen geehrt.

Aalen. Anfang Oktober vor 25 Jahren hat Thomas Haller sein Amt als Kirchenmusiker in Aalen und im evangelischen Bezirk angetreten. Ihm zu Ehren und um ihm zu danken, wurde die „Musik zur Marktzeit“ am Samstag genutzt. An die 300 Menschen waren zu der 557., knapp einstündigen Veranstaltung gekommen. Sie bekamen ein sehr schönes Orgelkonzert zu hören und drei wohlgesetzte Ansprachen.

„25 Jahre Thomas Haller, das bedeutet ein ungeheures und nimmermüdes Schaffen im Dienste der Kirchenmusik – und weit darüber hinaus,“ hob Dekan Ralf Drescher an, der auch Vorsitzender des von Haller gegründeten „Netzwerk Kirchenmusik“ ist. Es sei hervorzuheben, dass Haller „sein ganzes Tun und Schaffen immer als Gottesdienst versteht“. Dazu sei es dem „Kirchenmusikdirektor ein Herzensanliegen, die starke Tradition der Kirchenmusik weiterzutragen und zu vermitteln, auch und gerade an die jüngere Generation“. Drescher dankte dem Kantor mit sehr herzlichen Worten.

Pfarrer Bernhard Richter erinnerte an die Großereignisse der Kirchenmusik in der Ära Haller: an das Weihnachtsoratorium zum Beispiel in einem der ersten Haller-Jahre in Aalen, komplett mit allen sechs Kantaten an einem Tag aufgeführt. An die Bach-Passionen, das Deutsche Requiem von J.Brahms und das Verdi-Requiem und an die besonders eindrückliche Aufführung des War Requiems von Benjamin Britten am Jahrestag des Kriegsendes. Haller habe sich erfolgreich bemüht, weltliche Gedenktage mit der Musik auch zu geistlichen Events zu machen. Die Finanzierung der neuen Orgel der Stadtkirche, weite Orgelfahrten, eindrucksvolle Osternächte – „das geht alles, wenn man einen Kantor Thomas Haller hat.“

Die Musik zur Marktzeit wurde gestaltet von fünf Studenten, die Haller an der Freiburger Musikhochschule in Orgelbaukunde unterrichtet. Haller ist auch zu einem weithin anerkannten und vielbeschäftigen Orgelexperten geworden.

Die Studenten spielten Werke von J.S. Bach, Distler, Messiaen und Léon Boellmann, von Komponisten, die in seine musikalische Erfahrungswelt passten, wie Thomas Haller in seinen spontanen Dankesworten erläuterte.Rainer Wiese

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