Halten sich Aalener Gastronomen an die Corona-Regeln?

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Auf Anordnung des Landes sollen Gastronomiebetriebe Ende der Woche verstärkt kontrolliert werden. Schon jetzt investiert das Aalener Ordnungsamt viel Zeit und Personal, um Beschwerden nachzugehen.

Aalen. Hält sich die Aalener Gastronomie an die Corona-Verordnung? Das soll am kommenden Donnerstag und Freitag auf Anordnung des Landes verstärkt von den Ortspolizeibehörden geprüft werden. Im Einzelfall werden sie dabei auch von der Landespolizei unterstützt. "Wir müssen uns weiter an die Regeln halten – nur so kommen wir sicher durch den Herbst und Winter“, sagt Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha. Bislang ist das Aalener Ordnungsamt vor allem damit beschäftigt, Beschwerden nachzugehen.

"Es gingen in den vergangenen Tagen und Wochen vereinzelte Beschwerden ein", heißt es auf Anfrage seitens des Aalener Ordnungsamts. Diese seien etwa an die Corona-Hotline und die Gaststättenbehörde gerichtet.

Eine genaue Zahl der eingegangenen Beschwerden und der tatsächlich registrierten Verstößen lasse sich nicht benennen. "Genaue Fallzahlen werden nicht gesondert gelistet und bedürfen eines aufwändigen Auswerteprozesses." Allerdings wurde allen eingegangenen Hinweisen nachgegangen – zudem werde auch stichprobenweise kontrolliert.

Abstand wird nicht eingehalten

Dabei habe die Behörde feststellen können, dass es sich bei den meisten Verstößen um das Nichteinhalten von Abstandsregeln oder einer unsachgemäßen Kontaktnachverfolgung handelte. "Oftmals waren auch Meldungen wegen der Nichtbeachtung der Maskenpflicht dabei", so das Ordnungsamt.

Doch nicht alle Beschwerden enden tatsächlich mit einem Verstoß. Es entstehe ein hoher personeller Aufwand, weil manche Bürgerinnen und Bürger die Regeln zum Anlass nahmen, Mitmenschen zu beschuldigen, die Corona-Maßnahmen nicht einzuhalten – was sich oftmals am Ende nicht bewahrheitete.

Wer aber tatsächlich Verstöße feststellt, könne im Akutfall die Polizei rufen oder ansonsten Vorfälle eine Meldung an das Ordnungsamt erfolgen.

  • Aktuelle Coronaregeln in der Gastronomie
  • Das 2G-Optionsmodell gilt in Baden-Württemberg seit dem 15. Oktober. Bedeutet: Innerhalb der Basisstufe besteht keine Maskenpflicht für Gäste, wenn der Gastronomiebetrieb entscheidet, nur geimpfte und genesene Gäste zuzulassen.
  • Ein Zutrittsverbot für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre gilt nicht. Sie müssen aber, wenn sie nicht mehr zur Schule gehen, einen negativen Antigentest vorlegen.
  • Ebenso ausgenommen vom Zutrittsverbot sind Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, genauso wie aktuell Schwangere und Stillende. Mitarbeitende müssen allerdings auch in 2G-Betrieben eine Maske tragen.
  • In Lokalen, die sich weiterhin für das 3G-Modell entscheiden, gelten dieselben Regeln wie zuvor. Dort muss demnach etwa, außer am Tisch, eine Maske getragen werden.

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