Haus Klara: zweite Anlaufstelle für Wohnungslose

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Wolfgang Lohner (links) und Markus Mengemann von der Caritas gewähren einen ersten Einblick in das neue Haus Klara.
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Die Caritas eröffnet kommendes Jahr das neue Haus Klara. Schon jetzt gibt es einen kleinen Einblick.

Aalen. Die Caritas Aalen setzt sich bereits seit über 30 Jahren für wohnungslose Menschen ein. Das Haus Franziskus etwa bietet für Männer und Frauen ab 18 Jahren eine warme Unterkunft. Im kommenden Jahr soll es mit dem Haus Klara eine zweite Hilfsunterkunft geben. "Geplant war, dass wir das Haus Klara eigentlich an diesem Freitag einweihen", sagt Caritas-Regionalleiter Markus Mengemann bei einem Presserundgang. Doch Corona habe ihnen ein Strich durch die Rechnung gemacht.

Zwei Jahre wurde das Haus geplant. Nun befinde man sich mitten in der Bauphase, sagt Mengemann. Dabei sei die Caritas von Organisationen finanziell unterstützt worden, unter anderem von Freudekreis Asyl und von den Anna-Schwestern-Ellwangen.

Im Haus Franziskus gibt's insgesamt sechs Zimmer und dazu drei Übergangsbetten. "Diese sind für diejenigen, die nach einer gewissen Zeit bewusst wieder weiterziehen möchten", erklärt Leiter des Caritas–Dienstes Wohnungslosenhilfe, Wolfgang Lohner. Im neuen Haus soll es weitere 14 Langzeitaufnahmezimmer geben. Davon acht Zimmer, bei denen die Personen intensive Betreuung erhalten können. "Beispielsweise wegen erhöhtem Drogen- oder Alkoholkonsum", sagt Lohner. Sie haben hier die Möglichkeit auf eine notwendige Betreuung. Dabei sei wichtig zu betonen, dass die Bewohner dort nicht abstinent leben müssten, sagt Lohner. Der Alkoholverbrauch werde aber vorgegeben.

Im Haus Klara gebe es zudem sechs neue Unterkünfte für Menschen mit CMA – chronisch mehrfach geschädigte Abhängigkeitskranke. Außerdem gebe es noch einen neuen Speiseraum und eine eigene Küche. "Wir haben sonst das Essen immer geliefert bekommen", sagt Lohner. "Oder vor Corona bei der Suppenküche gegessen, das ist aber jetzt während Corona nicht möglich", fügt Mengemann hinzu.

Und auch Frauen sollen ihren eigenen Bereich bekommen, ohne Kontakt zu den Männern. "Dieser soll im Erdgeschoss des Haus Franziskus entstehen", sagt Lohner. Gerade für Frauen sei es sehr gefährlich auf den Straßen und meist kommen sie schließlich bei anderen unter, die vielleicht noch eine Gegenleistung erwarten, wie Lohner sagt. Aus diesem Grund gebe es den eigenen Bereich. Zu diesem hätten auch nur die Frauen einen Schlüssel. Das neue Haus Klara bietet auch eine Arbeitsstelle. "Wir suchen noch einen Hausmeister", sagt Mengemann. Er würde im Klara ganz oben seine eigene Wohnung bekommen", sagt Lohner.

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