Hilfe von der Ostalb nach Brasilien

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Freuen sich über die Spenden (v.l.): Christian Staß (Der Polsterer Kurt Staß), Dr. Judith Rommel (Steinbeis Transferzentrum) , Dr. Christine Fladerer, Dr. Johannes D. Grözinger (Facharztpraxis Fladerer und Grözinger).
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Wie die Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg mit medizinischen Hilfsgütern die Situation auf Krankenstationen in Südamerika verbessern wollen.

Aalen

Die Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg sind dafür bekannt, dass sie soziale Projekte unterstützen. So helfen sie beispielsweise, dass eine Kita renoviert wird oder, dass ein Kindergarten einen neuen Zaun erhält.

Jetzt ist eine weitere Benefizaktion erfolgreich beendet. Gestartet haben diese die bundesdeutschen Wirtschaftsjunioren „Junior Chamber International - Germany“. Die deutsche Dachorganisation hat medizinische Hilfsgüter gesammelt, die nun als Spende nach Brasilien geschickt werden.

In Ostwürttemberg hatte Projektleiter Christian Staß den Hut dafür auf. So liegen engagierte Wochen hinter dem Aalener Wirtschaftsjunior. Mehrere tausend Euro wert sind die Produkte, wie Staß schätzt, zu denen etwa ein Ultraschallgerät, ein Laserdrucker, Halskrausen, Verbandsmaterialien, Spritzen, Schalen, Kanülen oder eine Patientenliege zählen. Insgesamt wurden um die 500 Einzelteile in der Region zusammengetragen.

Die Bilanz: Christian Staß zeigt sich zufrieden. Der 37-Jährige zieht Bilanz für eine Aktion, die auf Spenden anderer angewiesen ist . „Wir haben unsere Kontakte genutzt und vor allem Ärzte angesprochen, ob sie nicht medizinische Gegenstände erübrigen können, damit den Menschen in Brasilien geholfen werden kann“, erklärt Staß, der das alles im Ehrenamt, neben seinem Beruf als Wirtschaftsberater für Start-up-Unternehmen, stemmt. Denn in Brasilien sei das Gesundheitssystem mangelhaft. „Es fehlt dort in den Kliniken einfach an vielem, nicht erst seit der Corona-Pandemie“, sagt der Projektleiter.

Wohin die Hilfsgüter gehen: Die Hilfsgüter gehen nach Nord- und Ost-Brasilien. Die deutschen Wirtschaftsjunioren haben, so Staß, persönliche Kontakte dorthin. „Schließlich ist es unser Ziel, dass die Spenden auch dort ankommen, wo sie dringend gebraucht werden, und das sind die ländlichen Krankenstationen“, betont Staß. Bei den Spenden handle es sich nicht um Produkte ohne Haltbarkeit. „Alles kann auf den Krankenstationen ohne Einschränkung eingesetzt werden“, freut sich der Wirtschaftsjunior, dass die Ostwürttemberger zur Verbesserung der medizinischen Versorgung der brasilianischen Bevölkerung beitragen können.

Woher die Spenden kommen: Hauptsponsor ist, laut Christian Staß, die Lungenarztpraxis Dr. Fladerer und Dr. Grözinger in Ellwangen.

Aber auch viele andere Wohltäter – wie etwa die Firma Raumausstatter Kurt Staß, die Eltern von Christian, haben ihren Teil dazu beigetragen, dass das Projekt gelingen konnte.

Was kommt jetzt? Die Wirtschaftsjunioren Ostwürttemberg planen die dritte Aktion. Im kommenden Jahr soll Hilfe möglich sein. „Für welches Land, steht aktuell noch nicht fest“, sagt der Projektleiter, der auch im Landesvorstand der Wirtschaftsjunioren ist. Aber die Krisen werden nicht weniger. „Da gibt es noch viel zu helfen“, sagt er.

Alles kann auf den Krankenstationen eingesetzt werden.“

Christian Staß, Wirtschaftsjunioren
  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Die deutschen Wirtschaftsjunioren beteiligen sich am internationalen Projekt zum Thema „Medical Health Charity“ mit dem Ziel, die medizinische Grundversorgung mit Spenden in Dritt- und Entwicklungsländern zu verbessern. Es orientiert sich am sogenannten Nachhaltigkeitsziel Nummer 3 der Vereinten Nationen „Good health and well-being“ – gute Gesundheit und Wohlbefinden.
    Weitere UN-Nachhaltigkeitsziele sind: kein Hunger, keine Armut und qualitätsvolle Bildung.
    Infos und Kontakt per E-Mail an: christian.stass@wjbw.de

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