Hochbrücke in Aalen: Ostrampe ab Montag komplett zu

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Seitlich der Ostrampe (links im Bild) steht die Unterführung, bereit zum Einbau.
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Die Ostrampe muss ab Montag, 18. Oktober, für drei Wochen komplett gesperrt werden. Warum der Baubeginn für den am Fuße des Galgenbergs geplanten Kreisel noch nicht feststeht.

Aalen

Die Baustelle an der Hochbrücke stellt die Geduld der Verkehrsteilnehmer weiterhin auf eine harte Probe. Seit Frühjahr besteht dieses Nadelöhr für den Verkehr. Die Alte Heidenheimer Straße zwischen Hochbrücke und Walkstraße ist zwar seit Kurzem wieder freigegeben. Doch schon kündigt sich die nächste Vollsperrung an: „Ab Montag, 18. Oktober, müssen wir die Ostrampe drei Wochen lang komplett sperren“, sagt Uwe Hopfenziz, zuständiger Bauleiter im städtischen Tiefbauamt.

Denn dann werden die restlichen Stützwände an beiden Seiten der Ostrampe weiter abgebrochen. Erst danach kann sich der Bagger unter der Ostrampe durchbeißen. Und den Aushub erledigen für die neue kombinierte Fußgänger- und Radfahrer-Unterführung, die dann in einem Spezialverfahren unter die Ostrampe geschoben wird.

Was bereits erledigt ist und wie es jetzt weitergeht, erläuterten Tiefbauamtsleiter Stefan Pommerenke und Uwe Hopfenziz auf SchwäPo-Nachfrage vor Ort auf der Baustelle:

Die Alte Heidenheimer Straße ist fertig: Auf beiden Seiten wurde der Geh- und Radweg bis auf Höhe des „Netto“-Discounters verbreitert. Nach dem „Netto“, Richtung Walkstraße, sei eine Verbreiterung nicht mehr möglich, weil man dafür in Privatgrundstücke eingreifen müsste, erklärt Hopfenziz. Die Bushaltestellen in beiden Fahrtrichtungen sind nun barrierefrei, die Bushaltestelle Richtung Walkstraße wurde zum „Netto“ hin verlegt.

Linksabbiegen bis 2022 nicht möglich: Von der Alten Heidenheimer Straße darf man weiterhin nicht nach links auf die Hochbrücke abbiegen. Erlaubt ist nur ein Abbiegen nach rechts, also über die Ostrampe, so lange sie noch nicht gesperrt ist. „Diese Regelung bleibt voraussichtlich bis 2022 bestehen“, sagt Hopfenziz. „Uns ist natürlich schon klar, dass diese Hauptverbindung zwischen Innenstadt und Oststadt ein neuralgischer Verkehrsknoten ist“, wirft Stefan Pommerenke ein.

Angedachte Entlastung des Verkehrsknotens Hochbrücke: Die Stadt ist bemüht, den Verkehrsknoten Hochbrücke während der Zeit der weiteren Bauarbeiten zu entlasten. Dazu wäre es gut, so Pommerenke, wenn der Verkehr an der Ostertagkreuzung (Walkstraße/Ulmer Straße) besser abfließen könnte. Deshalb überprüfe man gerade eine Änderung der Ampelschaltung dort.

Wie die Unterführung unter die Ostrampe kommt: Es ist 22 Meter lang und wiegt zwischen 700 und 800 Tonnen. Die Rede ist von der vier Meter breiten kombinierten Rad- und Fußgängerunterführung. Ein Betonbauwerk, das unter der Ostrampe der Hochbrücke zur Kettelerstraße hin durchgeschoben werden soll. Der Rohbau ist fertiggestellt und steht auf Betonfundamenten bereit am Fuße der Hochbrücke. Während der dreiwöchigen Vollsperrung der Ostrampe von 18. Oktober bis zum 8. November wird es spannend: Dann rückt eine Spezialfirma an, um mit Hydraulikpressen die fertige Unterführung anzuheben. Wie der Tiefbauamtsleiter erklärt, gleitet das Bauwerk dann auf zwei Stahlträgern gewissermaßen wie auf Schienen unter die zuvor ausgehöhlte Ostrampe.

Warum es diese neue Unterführung für Fußgänger und Radfahrer braucht: Die Ziegelstraße bleibt weiterhin die Hauptachse zwischen Oststadt und Innenstadt. Allerdings verfügt sie seither über keinen durchgängigen Gehweg. Der soll zwar in absehbarer Zeit hergestellt werden. „Aber für einen üppigen Radweg von der Oststadt in die Innenstadt ist entlang der Ziegelstraße kein Platz. Sonst müssten wir in den Grunderwerb gehen“, erläutert Pommerenke.

So pendeln Fußgänger und Radler bald sicher zwischen Innenstadt und Oststadt: Von der Innenstadt führt der Weg durch die bestehende Unterführung „Neue Welt“ unter der Hochbrücke, dann durch die neue Unterführung unter der Ostrampe in die Kettelerstraße. Von da aus, so Pommerenke, soll „zeitnah“ ein kombinierter Fuß- und Radweg durch die sogenannten Schafgärten weiter hoch zu den neuen Wohngebieten Schlatäcker I und II geführt werden.

Der Baubeginn für den Kreisel am Fuße des Galgenbergs steht noch nicht fest: „Das Projekt steht in der mittelfristigen Finanzplanung“, sagt der Tiefbauamtsleiter. Der Zeitpunkt der Realisierung müsse aber noch mit der Spitze der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat abgestimmt werden. Die Terminierung sei auch abhängig vom beabsichtigten Bau der Bahnunterführung Walkstraße, der Auswirkungen auf „das ganze System“ haben werde. Apropos Walkstraße: „Die Stadt wäre startklar für den Bau“, sagt Pommerenke. „Jetzt hängt alles vom Bund ab.“

Unterhalb der Hochbrücke (r.) steht die Unterführung bereits im Rohbau bereit. Links im Bild: der städtische Tiefbauamtsleiter Stefan Pommerenke und der städtische Bauleiter Uwe Hopfenziz.
Ein Blick auf die Baustelle an der Ostrampe der Hochbrücke.
Ein Blick auf die Baustelle an der Ostrampe der Hochbrücke.
Ein Blick auf die Baustelle an der Ostrampe der Hochbrücke.
Ein Blick auf die Baustelle an der Ostrampe der Hochbrücke.
Ein Blick auf die Baustelle an der Ostrampe der Hochbrücke.
Ein Blick auf die Baustelle auf der Ostrampe der Hochbrücke.
Diese graue Stützmauer muss noch abgebrochen werden, und der Bagger muss sich noch unter der Ostrampe durchbeißen, bevor die Unterführung zur Kettelerstraße durchgeschoben werden kann.
Ein 22-Meter langes Betonbauwerk: Die vier Meter hohe Unterführung steht zum Einbau bereit.

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