Impfen: Ab Dienstag 7 Tage in der Woche

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Insgesamt neun Impfteams sollen den Kreis versorgen. Wie das organisiert ist.

Aalen. Sieben Tage die Woche soll ab nächsten Dienstag im ganzen Kreis geimpft werden. Das Impfkonzept dazu stellte Landrat Dr. Joachim Bläse am Mittwoch im Landratsamt Aalen vor. Kurz zuvor hatte Bläse zusammen mit OB Frederick Brütting einen Blick auf die lange Schlange von Menschen vor dem Kundeninformationszentrum (KIZ) geworfen. „Dass ein Bedarf da ist“, so Bläse, habe man da gesehen. Bedarf auch, weil man vor ein paar Wochen festgestellt habe, dass das Regelsystem mit den vorhandenen Kapazitäten bei den Hausärzten nicht ausreiche, um bei Grippe, Erkältungswelle, PCR-Tests und Impfungen nachzukommen. Zudem habe sich 6-Monats-Regel der Ständigen Impfkommission, dass eine Impfung sechs Monate schütze, als „immer brüchiger erwiesen.“

Impfstützpunkte, mobile Teams

Geimpft werden soll ab Dienstag täglich in Aalen im KIZ von 11 bis 17 Uhr mit zwei Impfteams. Hinzu kommen zwei weitere Dauer-Impfteams in Schwäbisch Gmünd, ebenfalls im Einschichtbetrieb. Zwei weitere Impfteams sollen in Ellwangen und Bopfingen abwechselnd an regionalen Stützpunkten die Bevölkerung impfen. Drei weitere mobile Impfteams kümmern sich um die sozialen Einrichtungen und um andere Städte und Gemeinden.

Wer hinter den Teams steckt

Mit im Boot der Ärzte sind die Malteser und das DRK im Wechsel, die dafür auch Mitarbeiter aus anderen Bereichen holen.

Was erreicht werden soll

Monatlich 31 000 bis 45 000 Impfungen sollen die Ostalbkreis-Impfteams bewältigen. Bei einer Ausweitung der Kapazitäten auch bis zu 97 000 monatlich. Allein 45 000 Erstimpfungen, so die statistische Rechnung, fehlen im Ostalbkreis, so Gesundheitsdezernent Thomas Wagenblast.

„Ein großer Kraftakt“, den man gemeinsam schaffen wolle, so Bläse. Man werde nach Empfehlung der Stiko den Impfstoff Biontech für die Unter-30-Jährigen vorbehalten. Ansonsten werde es Moderna sein: „Das können wir uns nicht mehr raussuchen.“ Wichtig sei es nun, die Älteren zu boostern und denjenigen, die noch nicht geimpft seien, eine Erstimpfung zu ermöglichen. Gehe es um die Impfung für Kinder, hoffe er, dass man nichts überhaste und dann die Kinder- und Jugendärzte aktiv würden. Ansonsten „würde uns das in die Speichen hauen“, so Bläse.

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