In diesem kleinen Garten wächst die schwerste Ostalb-Tomate

  • Weitere
    schließen
+
Mukaddes Efendioglu (rechts) gewinnt den Preis für die schwerste Tomate im Ostalbkreis. Redakteurin Cordula Weinke überreicht der Siegerin vor deren Tomatengarten einen Gutschein, dazu die Zeitungsseite über den Wettbewerb.
  • schließen

Mukaddes Efendioglu gewinnt "Dehner-Gutschein" – Besuch der Redaktion.

Abtsgmünd-Hohenstadt/Aalen. Mukaddes Efendioglu freut sich riesig: In dem kleinen hübschen Garten, den sie gemeinsam mit ihrem Bruder in Hohenstadt betreibt, wachsen die prächtigsten Ochsenherzen, die man sich vorstellen kann. Mit einer der Riesentomaten hat die 51-Jährige vergangene Woche den Wettbewerb "Ostalb-Rekorde" dieser Zeitung um die schwergewichtigste Tomate im Ostalbkreis gewonnen. 1493 Gramm brachte das gute Stück auf die Waage.

Grund genug für Redakteurin Cordula Weinke, daraufhin Mukaddes Efendioglu in deren Gärtle zu besuchen und ihr den Preis für diesen "Ostalb-Rekord" zu überreichen: einen Gutschein im Wert von 30 Euro, einzulösen in einem "Dehner Gartencenter".

"In diesem Jahr haben wir besonders viel Glück mit unserer Tomatenernte", erzählt Mukaddes Efendioglu. Jede der Tomaten sei mindestens ein Kilo schwer. "Und sie schmecken so wunderbar", schwärmt die Tomatenzüchterin – und überreicht ihrem Besuch aus der Redaktion gleich eine Kostprobe.

Mukaddes Efendioglu baut auch Paprika, Gurken, scharfe Paprika und Erdbeeren an, erzählt sie. Aber die Tomaten seien ihr am liebsten. "Die Samen stammen aus der Türkei", sagt sie. Das sei auch das Herkunftsland ihrer Familie. "Vor gut 51 Jahren, als ich gerade 25 Tage alt war, sind wir nach Deutschland gekommen."

Erster türkischer Gastarbeiter

Sie sei die jüngste von vier Kindern, erzählt Mukaddes Efendioglu weiter. Ihr Vater sei der erste türkische Gastarbeiter bei Alfing gewesen. "Alfing hat ihn angeworben, er ist damals mit der Bahn angereist." Die Mutter mit den Kindern sei mitgekommen. "Wir haben immer in Abtsgmünd gewohnt."

Der Vater sei vergangenes Jahr gestorben, die Mutter lebe bei ihr. "Ich habe schon ewig einen deutschen Pass", betont Mukaddes Efendioglu. Ihre Familie sei international unterwegs. Ihr Sohn sei in "American Football" verliebt und studiere deshalb in New Mexico.

Die einzige Sorge der 51-Jährigen: "Seit sechs Jahren arbeite ich bei Lindenfarb in Unterkochen. Aber nun wissen wir nicht, wie es weitergeht." Vorher sei sie 25 Jahre lang bei "Pelo" berufstätig gewesen. "Bis zum Aus dieser Firma in Aalen."

Doch mit ihrem Besuch aus der Redaktion möchte Mukaddes Efendioglu an diesem sonnigen Sommertag nicht länger über "solch traurige Ereignisse" sprechen. Glücklich nimmt sie den Gutschein für ihren ersten Platz im Tomatenwettbewerb in Empfang. "So eine Überraschung", sagt sie.

Mehr zum Thema

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

WEITERE ARTIKEL