Inge Birkhold erwägt Kandidatur als Aalener Oberbürgermeisterin

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Wer wird neue Chefin oder neuer Chef im Aalener Rathaus? CDU-Stadträtin Inge Birkhold überlegt es sich ernsthaft, ins Rennen zu gehen, eine Entscheidung hat sich aber noch nicht getroffen.
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Die 53-Jährige CDU-Stadträtin hat "große Lust" ins Rennen zu gehen. Einen solchen Schritt müsse sie sich aber gut überlegen.

Aalen

Noch ist niemand offiziell ins Rennen gegangen. Aber neben dem Heubacher Bürgermeister Frederick Brütting (SPD) gibt es nun noch jemanden, der eine Kandidatur fürs Amt der Aalener Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters erwägt: CDU-Stadträtin Inge Birkhold.

"Ich überlege es mir ernsthaft", sagt sie. Inge Birkhold hätte "große Lust" zu kandidieren. Ein solcher Schritt wolle allerdings gut überlegt sein. "Es wäre Zeit für eine Frau, Zeit für ein anderes Klima und einen anderen Umgangston", sagt sie. Frauen gehen ihr zufolge Probleme anders an.

Aber zunächst müsse sie mit ihrer Familie sprechen. "Meine vier Kinder sind zwar alle schon erwachsen, aber es gäbe trotzdem viel zu organisieren, wenn ich antreten würde", sagt die 53-Jährige. Da nun auch der jüngste Sohn die Schule abgeschlossen habe und den Bundesfreiwilligendienst absolviere, sei nun die Zeit, das Leben neu zu sortieren und auch über neue Herausforderungen nachzudenken.

Inge Birkhold ist Bankbetriebswirtin von Beruf und hat 20 Jahre lang in einem Ingenieurbüro gearbeitet. Viele Aalener kennen sie auch als Wirtin am Aalbäumle, das sie nebenberuflich bewirtschaftet hat. Inzwischen betreibt sie das Stadthöfle mit Café und Biergarten.

Seit 2014 ist sie Aalener Stadträtin und dort stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion. "Die kommunalpolitische Arbeit macht mir richtig Spaß", sagt Inge Birkhold. Das Interesse dafür sei ihr quasi schon in die Wiege gelegt worden. Bereits ihr Vater und ihr Großvater waren in Aalen kommunalpolitisch aktiv. Im Rat suche man Lösungen und wenn man sie gefunden habe und das Ergebnis sehe, einen neuen Spielplatz oder ein neues Baugebiet, dann sei das ein tolles Gefühl.

Es wäre Zeit für eine Frau.

Inge Birkhold CDU-Stadträtin

Sie möchte nun sowohl mit der CDU-Fraktion als auch mit den Grünen im Aalener Gemeinderat sprechen, ob eine Unterstützung für sie denkbar wäre. Da ihr die Umwelt sehr am Herzen liege, sieht sie eine Schnittmenge mit den Grünen.

Kann sich die Grünen-Fraktion vorstellen, Inge Birkhold zu unterstützen? "Dazu möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen", antwortet Fraktionssprecher Michael Fleischer. Er sagt nur so viel: "Inge Birkhold ist eine Kollegin, die von uns sehr geschätzt wird."

CDU-Fraktionssprecher Thomas Wagenblast äußert sich ähnlich zurückhaltend, auf die Frage, ob seine Stellvertreterin die Unterstützung der Fraktion hätte: "Wir führen noch Gespräche und dann wird alles Weitere zu gegebener Zeit bekannt gegeben." Wenn Inge Birkhold antritt, sagt sie, dann wolle sie aber eine Kandidatin für alle sein, nicht nur für die Wählerinnen und Wähler, die der CDU oder den Grünen nahestehen.

Viele Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Bereichen hätten sie bereits angesprochen, ob sie nicht als Oberbürgermeisterin kandidieren wolle. "Das ehrt mich, es macht mich aber auch demütig", sagt die Stadträtin. "Es ist ein großes Amt in einer großen Stadt." Wenn sie etwas mache, dann immer zu 100 Prozent. Ein Wahlkampf erfordere viel Kraft und Motivation, auch deswegen müsse sie sich den Schritt gut überlegen.

Wahltermin voraussichtlich am Sonntag, 4. Juli

Wann gewählt wird steht noch nicht fest. Die Verwaltung schlägt Sonntag, 4. Juli, vor. Endgültig entscheidet aber der Gemeinderat am Donnerstag, 25. März. Vorberaten wird das Thema kommende Woche im Kultur- Bildungs- und Finanzausschuss (KBFA).

Ist ein zweiter Wahlgang nötig, schlägt die Verwaltung dafür den Sonntag, 25. Juli, vor.

Die Kandidatenvorstellung ist für Dienstag, 22. Juni, geplant.

Neben Inge Birkhold erwägt auch Heubachs Bürgermeister Frederick Brütting (SPD) eine Kandidatur als Aalener Oberbürgermeister. Auch die AfD hat angekündigt, jemanden ins Rennen zu schicken. Namentlich genannt wurde unter anderem Stadtrat Marcus Waidmann.

Amtsinhaber Thilo Rentschler möchte nicht mehr kandidieren. Seit knapp acht Jahren in er Aalens Oberbürgermeister. Er wechselt als Hauptgeschäftsführer zur IHK nach Heidenheim. ks

Inge Birkhold

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