Isin kündigt Generalplanervertrag für Hotel am Stadtoval

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Fast fertig ist das Hotel am Stadtoval in Aalen. Doch es gibt Turbulenzen zwischen Planern und Bauherren.
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Offenbar gibt es Ärger mit den Bauherren - Isin-Geschäftsführer nennen Differenzen in Bezug auf Sicherheiten als Gründe für die Kündigung. Was das für das Projekt bedeutet.

Aalen

In Turbulenzen scheint das Projekt des Hotels am Stadtoval in Aalen. Zwar ist das Hotel wohl bald fertiggebaut - und auch an diesem Donnerstag sieht aus dort so aus, als ginge alles den gewohnten Gang. Baufahrzeuge stehen an der Straße davor, Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter geben sich die Klinke in die Hand. Nur ganz wenige graue Wolken trüben das ansonsten idyllische Treiben. In diese Idylle platzte in der Nacht zum Donnerstag die Mitteilung der Isin + Co GmbH & Co. KG, dass sie den Generalplanervertrag für das Hotel am Stadtoval mit dem Bauherrn und Investor kündigt - und zwar mit sofortiger Wirkung, „da uns eine vertragsgemäß geschuldete und unsererseits geforderte Sicherheit verweigert worden war“, wie die beiden Geschäftsführer, Daniel Hebisch und Sebastian Marx, schreiben. Sie beziehen sich dabei auf die Paragrafen 650f des BGB. Das Hotelprojekt entwickelt die Dudoq Real Estate Süd für die Maxx by Steigenberger Hotelkette.

Hebisch und Marx begründen ihren Schritt wie folgt: „Als lokales Unternehmen ist uns diese Entscheidung besonders schwergefallen und wir bedauern diese außerordentlich.“ Leider aber sei dieser Schritt aber „nach der Verweigerung der Sicherheit durch den Bauherrn zum Schutz unserer Subplaner und unseres eigenen Unternehmens unvermeidlich“ geworden.

Die Entwicklung des Standortes „Stadtoval Aalen“ liege der Isin + Co GmbH + Co. KG als lokalem Planungsbüro und Projektentwickler „besonders am Herzen“. Zumal das Projekt nur wenige Wochen vor der Fertigstellung stehe.

Die beiden Geschäftsführer weisen zudem darauf hin, dass zwischen der Isin-Gruppe und der Bauherrengesellschaft „keine juristische Beziehung und kein Beteiligungsverhältnis“ bestehe.

Auf die Fertigstellung des Hotels habe die Auseinandersetzung „keine Auswirkung“, sagte am Donnerstag Cemal Isin, Chef der Isin + Co GmbH & Co. Der Baufortschritt sei nicht gefährdet. In sechs Wochen sei das Hotel fertig. Es gehe eben um vertragliche Regelungen, die nicht erfüllt seien - und das müsse jetzt geklärt werden. Isin lobte die gute Zusammenarbeit mit den überwiegend aus der Region stammenden Handwerksfirmen, die trotz Corona und Engpässen auf den Materialmärkten sehr gut gewesen sei.

Geplant ist am Stadtoval ein 4-Sterne-Business-Hotel mit 138 Hotelzimmern und einem Restaurant im Erdgeschoss, das auch für ie der Öffentlichkeit ist.

Das Hotel am Stadoval

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